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Aufgelöst: Freundeskreis Schloss Steinhausen e.V. wirft das Handtuch

WITTEN Der Freundeskreis Schloss Steinhausen e.V. hat das Handtuch geworfen. Die Mitglieder beschlossen am Dienstag ihre eigene Auflösung. Sie sehen keine Chancen mehr, dass ihre Anstrengungen zur Restaurierung des Schloss-Turmes unter eigener Federführung Realität werden.

von Von Lisa Timm

, 01.04.2009
Aufgelöst: Freundeskreis Schloss Steinhausen e.V. wirft das Handtuch

Schloss Steinhausen aus der Vogelperspektive.

Der Eigentümer von Schloss Steinhausen, Fritz Oberste-Frielinghaus, lehnt jegliche Kooperation mit dem Freundeskreis ab, wobei auch private Konflikte eine Rolle spielen.

Dennoch will sich Oberste-Frielinghaus einer Turm-Restaurierung nicht versperren, wie er in früheren Gesprächen mit unserer Zeitung immer wieder betonte. Er sei jederzeit zur Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden bereit, und dabei brauche er den Heimat- und Geschichtsverein Bommern e.V. nicht. Dieser ist ebenso wie der Freundeskreis Schloss Steinhausen als „kleiner Ableger“ dem Schlossherrn ein Dorn im Auge. Daher sprach er im vergangenen Jahr die Kündigung aus. Mit Stichtag 31. Mai 2009 muss der Heimatverein sein Domizil im Schloss Steinhausen verlassen.

Vorsitzender Werner Jacob ist darüber sehr betroffen. Denn nicht nur für den Auf- und Ausbau des Heimat-Archivs fand man im Schloss ideale Bedingungen vor. Es konnte auch gezielt für die Turm-Sanierung geworben werden. Unzählige Gespräche mit Sponsoren, Handwerkern, Stiftungen waren geführt worden, so dass sich der Freundeskreis schon auf der sicheren Seite wähnte. „Die Vorbereitungen zur Turm-Restaurierung waren in Abstimmung mit den Denkmalbehörden getroffen, ein Gutachten erstellt und die denkmalrechtliche Erlaubnis wurde bereits erteilt“, so Jacob.

Ebenso hatten die Mitglieder mit viel Fleiß jede Menge Sponsorengelder einwerben können, so dass die Turm-Sanierung in Höhe von 156 000 Euro durch Zusage öffentlicher Fördergelder auf sicheren Füßen stand. „Die Enttäuschung unter unseren Mitgliedern ist groß“, gibt Jacob die Stimmung wieder. Froh ist er nur, dass zur Lagerung des Vereins-Inventars eine Zwischenlösung gefunden worden ist.