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Aufnahmestopp beschert Essener Tafel Anstieg bei den Spenden

Essen. Der zeitweise Aufnahmestopp für Ausländer hat bei der Essener Tafel einen starken Anstieg der Geldspenden ausgelöst. Seit der Stopp am 22. Februar bekannt wurde, habe die Hilfsorganisation rund 50 000 Euro mehr erhalten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte der Leiter der Tafel, Jörg Sartor, dem „Zeit“-Magazin. Vor allem im März habe es viele Spenden gegeben, bestätigte Sartor auf dpa-Nachfrage. Aber auch jetzt träfen noch Überweisungen ein.

Aufnahmestopp beschert Essener Tafel Anstieg bei den Spenden

Lebensmittel werden einsortiert. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Es seien vor allem viele kleine Beträge, mit denen die Spender ihren Zuspruch für das Vorgehen der Tafel ausdrücken wollten, schreibt das „Zeit“-Magazin. „Vielen Dank für Ihren Mut“, heiße es beispielsweise in der die Betreffzeile der Banküberweisung oder „Durchhaltespende“.

Die Hilfsorganisation hatte rund drei Monate lang Ausländer als Neukunden bei der Lebensmittelausgabe abgelehnt. Viele deutsche Kunden hätten sich durch das ruppige Auftreten der wachsenden Zahl von Ausländern in den Warteschlangen bedrängt gefühlt, hatte Sartor die Entscheidung begründet. Der Aufnahme-Stopp hatte eine heftige politische Debatte ausgelöst.

Mittlerweile hat die Tafel neue Regeln beschlossen. Danach soll die Nationalität der Kunden künftig auch bei Engpässen keine Rolle mehr spielen. In solchen Fällen will die Tafel alleinstehende Senioren ab 50 Jahren, Behinderte, Alleinerziehende und Familien mit minderjährigen Kindern bevorzugt aufnehmen.

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