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Auftrag erfüllen

BOCHUM Begeisterung sieht wohl anders aus.

von Von Thomas Aschwer

, 17.12.2007
Auftrag erfüllen

Die Albert Einstein-Schule und das Gymnasium am Ostring müssen ins Gespräch kommen.

Als gestern auf „neutralem Boden“ die Albert Einstein-Schule und das Gymnasium am Ostring den Start für die künftige Zusammenarbeit verkündeten, war nicht bei allen Gesprächsteilnehmern eine große Aufbruchstimmung greifbar. Absolut verständlich nach dem Ringen der letzten Wochen. „Wir nehmen zur Kenntnis, was der Rat beschlossen hat“, sagte Schulleiter Werner Schulz wörtlich. Um sofort zu ergänzen, dass das Gymnasium am Ostring den offiziellen Auftrag erfüllen wird. Unabhängig davon könne es aber sein, „dass Einzelpersonen Klage einreichen oder ein Bürgerbegehren starten.“ Das sei aber auch deren Recht und „die Angelegenheit von Privatpersonen.“ Dass auch die Schule von der Entscheidung nicht restlos überzeugt ist, wird auf der offiziellen Internetseite deutlich (siehe unten). Anders hat sich auch hier die Albert-Einstein-Schule positioniert. Im Internet ist beispielsweise von „Zuversicht“ die Rede. Damit in Bochum „Dortmunder Verhältnisse“ – hier blieb es auch nach einem Ratsbeschluss bei der ablehnenden Haltung – nicht entstehen, rief die Bezirksdirektorenkonferenz eindringlich dazu auf, jetzt gemeinsam nach vorne zu schauen. Niemand in der Elternschaft müsse sich Sorgen machen um die Angebote der beiden Schulen. Dr. Luise Berg-Ehlers sieht jetzt viel mehr die anderen Gymnasien in der Stadt in der Pflicht. Angesichts des sehr attraktiven Angebots der fusionierten Schulen müssten sich die anderen Gymnasien sicherlich etwas einfallen lassen. Den beiden Partnern gab sie mit Blick auf den geplanten Neubau mit auf den Weg, dass die Stadt genau zuhöre. „Wir hoffen, dass sie ihre Zusagen hält und auch finanzieren kann“, hat das Ostring auch hier noch einige Bedenken. Zumindest nach außen geben die beiden Schulpflegschaftsvorsitzenden die neue, gemeinsame Richtung vor. „Es ist wichtig, dass sich die handelnden Personen die Hand reichen“, forderte Rainer Hering von der Albert Einstein-Schule. Und Dorothee Haarmann strebt eine breite Information an, um Widersacher nach und nach zu überzeugen. Fest verabredet ist, dass sich die beiden Gymnasien nach den Ferien an die Arbeit machen. Dass der Weg kein leichter sein wird, ist allen Verantwortlichen wohl sehr bewusst.