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Aus auch für Hoffenheim in der Europa League

Braga. Ist das bitter für den deutschen Fußball: Nach Hertha BSC wird auch 1899 Hoffenheim nicht in der Europa League überwintern. Bei Sporting Braga gab es eine Niederlage für den Bundesligisten.

Aus auch für Hoffenheim in der Europa League

Die Europa-Reise für Hoffenheim ist beendet. Foto: Luis Vieira

1899 Hoffenheim ist in seiner internationalen Premieren-Saison bereits vor dem letzten Gruppenspiel der Europa League gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann unterlag bei Sporting Braga mit 1:3 (0:1) und kann die K.o.-Spiele nicht mehr erreichen.

Vor 17 000 Zuschauern im „Steinbruch-Stadion“ von Braga trafen Marcelo Goiano nach nur 45 Sekunden und mit einem Doppelpack Fransérgio (81./90.+3) für den Tabellenvierten der portugiesischen Liga. Wenig später sah Adam Szalai noch die Rote Karte. Der eingewechselte Mark Uth hatte in der 74. Minute für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

„Über die gesamte Euro-League-Saison waren wir nicht gut genug, so dass wir verdient ausgeschieden sind“, sagte Nagelsmann bei Sport1. „Jetzt müssen wir die Euro League abhaken und uns auf die Bundesliga fokussieren“. Da geht es am Sonntag beim Hamburger SV weiter. Auf der europäischen Fußball-Bühne dagegen gerät die Partie gegen Ludogerez Rasgrad am 7. Dezember zum Schaulaufen.

Schon kurz nach dem Anpfiff waren im Estádio Municipal alle guten Vorsätze der Hoffenheimer über den Haufen geworfen. Nachdem Joao Carlos den Hoffenheimer Florian Grillitsch auf dem linken Flügel genarrt hat, traf Kapitän Goiano mit einem Flachschuss ins linke Eck mitten ins Hoffenheimer Herz. Dabei hatte Trainer Julian Nagelsmann noch extra vor den Außenstürmern des Gegners gewarnt.

Die Portugiesen igelten sich nach der frühen Führung in der eigenen Hälfte ein und warteten auf Konter. Hoffenheim wirkt mutlos, rieb sich in den Zweikämpfen gegen den robusten Gegner auf. Kapitän Kevin Vogt versuchte, von hinten heraus das Spiel aufzubauen. Im Angriff traten aber Kramaric und Nadiem Amiri in einer ungewohnt offensiven Rolle kaum in Erscheinung. Mark Uth, am Samstag noch Torschütze beim 1:1 gegen Frankfurt, war überraschend nur auf der Bank geblieben. Auch Regisseur Kerem Demirbay versucht vergeblich, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.

Die ohne den vom FC Bayern München umworbenen Nationalstürmer Sandro Wagner und Innenverteidiger Benjamin Hübner angetretenen Hoffenheimer kamen vor der Pause zu keiner einzigen Torchance. Immerhin: Da Basaksehir Istanbul zur Pause bereits mit 2:0 bei Ludogorez Rasgrad führte, war die Zwischenrunde für Hoffenheim noch immer in Reichweite. Ein Tor hätte gereicht, um die Chancen zu wahren. Nagelsmann brachte die Bayern-Leihgabe Serge Gnabry für den schwachen Innenverteidiger Havard Nordtveit - und ging damit Risiko.

Denn beinahe hätte Jefferson 45 Sekunden nach dem Wiederanpfiff das 2:0 erzielt, doch diesmal gab es kein frühes Gegentor. Wenig später kam Uth (52.) für Dennis Geiger. Sekunden später vergab Gnabry die Riesenchance zum Ausgleich. Im strömenden Regen drängte die TSG weiter. Uth (59.) scheiterte nach feinem Zuspiel von Nadiem Amiri an Torwart Matheus. Nagelsmann brachte dann nach 65 Minuten mit Adam Szalai nach wochenlanger Verletzungspause einen weiteren Angreifer. Gut zehn Minuten später erzielte Uth nach einem Demirbay-Freistoß den hochverdienten Ausgleich. Ein Konter zerstörte dann aber alle Träume: Aus sechs Metern sorgte Fransérgio für die Entscheidung und traf in der Nachspielzeit nach einem Fehlpass von Amiri aus 30 Metern.

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