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Aus den Birken startet mit München in die DEL-Playoffs

München. Nun wird es für den deutschen Eishockey-Meister ernst. Der EHC Red Bull München startet mit seinen Olympia-Helden in die Playoffs. Von Goalie Danny aus den Birken & Co. wird eine Menge erwartet. Wie gibt sich der Routinier vor den Wochen der Wahrheit?

Aus den Birken startet mit München in die DEL-Playoffs

Danny aus den Birken ist der Torwart der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Foto: Peter Kneffel

Im Allerheiligsten des EHC Red Bull München sitzt Danny aus den Birken tiefenentspannt vor seinem Spind. Nach dem sensationellen Gewinn von Olympia-Silber in Pyeongchang ist auch das mediale Interesse an dem Torhüter des deutschen Eishockey-Meisters gestiegen.

Geduldig nimmt sich der 33-Jährige in der Umkleidekabine Zeit für die Fragen vor dem Playoff-Auftakt. Nervosität? Unruhe? Aus den Birken ist davon nichts anzumerken. „Ich bin mittlerweile einer aus der älteren Generation, bin deswegen auch sehr entspannt. Direkt vor dem Spiel wird es ein bisschen Anspannung geben, ich bin aber auch eher der ruhigere, relaxtere Typ“, sagte Aus den Birken der Deutschen Presse-Agentur vor dem ersten Viertelfinale am Mittwoch gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. „Die Vorfreude ist auf jeden Fall schon da.“

Der Hauptrundenerste aus München erlebt ein Déjà-vu. Schon 2017 traf die Mannschaft von Trainer Don Jackson im Viertelfinale auf die Norddeutschen - und zog glatt mit 4:0 in die Vorschlussrunde ein. „Wir müssen in jedem Spiel bereit sein und unser bestes Eishockey zeigen“, betonte Aus den Birken vor dem Start in die heiße Phase.

Nach dem Wahnsinnserfolg von Südkorea bekam der Goalie zusammen mit seinen Teamkollegen Yannic Seidenberg, Daryl Boyle, Patrick Hager, Dominik Kahun, Brooks Macek und Frank Mauer ein paar Tage Pause. Durchschnaufen, sacken lassen, rasten. „Es waren enorm anstrengende Tage in Pyeongchang, da war diese kleine Pause schon gut“, berichtete Aus den Birken, der in einem an Entwicklungsschüben reichen Team einen der vielleicht bemerkenswertesten Schübe erlebte.

2017 bei der WM in Deutschland und Frankreich leistete sich Aus den Birken beim 3:2 gegen die Slowakei ein Eigentor und musste sich wie ein Depp fühlen. Als herausragender Keeper, der der Nationalmannschaft auch mal Spiele ganz alleine gewinnt, galt er damals nur bedingt. Vor dem Olympia-Start äußerte sich Nationalcoach Marco Sturm, der Aus den Birken noch aus gemeinsamen Kölner Zeiten kennt, dann auch nur mit verhaltenem Zuspruch über seine Keeper.

Bei Olympia wuchs aber auch Aus den Birken nach einer Warmlaufphase über sich hinaus. Der langjährige Mannheimer wurde dann sogar zum besten Torwart des Turniers gewählt. In München teilt sich Aus den Birken für gewöhnlich den Job mit US-Olympia-Keeper David Leggio. Wegen einer Oberkörperverletzung wird der 33-Jährige aus New York aber zum Start gegen Bremerhaven erstmal fehlen.

Silber hat Aus den Birken jedenfalls keinen Extra-Schub für sein Ego verliehen. „Selbstbewusst war ich eigentlich immer schon. Der Unterschied ist nur, dass die Medien noch mehr Interesse haben, mit einem zu reden“, sagte er. „Sonst sehe ich nicht viel Unterschied.“ Olympia ist nur noch glorreicher Hintergrund.

Mit Aus den Birken & Co. wollen die Münchner jedenfalls den Meisterschafts-Hattrick. „Den Titel in diesem Jahr zu gewinnen, ist das Ziel. Es würde für mich und die Jungs alles bedeuten“, sagte Coach Jackson. Seine Olympia-Helden wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen, musste der 61-Jährige nach eigener Aussage nicht. „Wir haben eine Gruppe von guten Profis, die schon Erfolg hatten und wissen, was es braucht, um erfolgreich zu sein“, beteuerte Jackson. „Nur das ist wichtig.“

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