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Aus zwei mach eins

BOCHUM Verschoben, aber nicht aufgehoben. Noch stehen die Unterschriften nicht unter den Verträgen. Doch die Folkwang Hochschule Essen will weiter ihre Schauspielausbildung ab 2008 auf den Standort Bochum konzentrieren.

von von Ronny von Wangenheim

, 04.10.2007

Wie geplant sollen dann die Schauspiel-Studiengänge, die derzeit noch in Essen und in Bochum unterrichtet werden, im Thürmer-Saal beste Bedingungen finden.

Jan Thürmer seinerseits plant einen Neubau mit Konzertsaal und Fabrik. Im Sommer 2006 war er noch davon ausgegangen, mit Jahrhunderthalle und BoSy-Konzerthaus ein Musikzentrum im Westpark zu entwickeln, wollte bereits 2007 bauen. Dabei wollte er die 4,5 Mio. Erlös, die das Land für Bau und Grundstück an der Friederikastraße zahlen soll, voll in den Bau reinvestieren. Mit der Entscheidung für den BoSy-Standort an der Marienkirche hat sich auch für ihn die Situation geändert.

"Zu 99 Prozent ist alles besprochen", betont die Pressesprecherin Maiken-Ilke Groß. Bereits zur letzten Bewerbungsrunde wurde Anfang des Jahres gemeinsam eingeladen, dann aber jeweils acht neue Studierende für Bochum und Essen ausgewählt.

Zwölf Studierende

Bei der nächsten Aufnahmeprüfung Anfang 2008 sollen schon die ersten Teilnehmer des neuen gemeinsamen Studiengangs gesucht werden. Statt 16 werden es dann zwölf sein, die ab dem Sommersemester vier Jahre lang für den Beruf des Schauspielers ausgebildet werden. Sie werden ihre Hauptfächer in Bochum belegen, für theoretische Fächer, Workshops oder Studiengang übergreifende Kurse auch nach Essen fahren.

Beide Studiengänge hatten bislang ein eigenes Profil. Der Bochumer Zweig hat sich bis 2000 als Westfälische Schauspielschule einen hervorragenden Ruf erarbeitet. In den letzten Jahren wurde vor allem auch auf die Arbeit vor der Kamera Wert gelegt. In Zusammenarbeit mit der Dortmunder Fachhochschule gibt es seit einigen Jahren ein Filmprojekt. "Während des Diskussionsprozesses sind beide Studiengänge sehr ins Gespräch gekommen", betont Maiken-Ilke Groß. Schließlich geht es nicht nur um die Zusammenlegung, sondern auch um die Studienreform mit Bachelor- und Masterstudiengängen.

Harter Arbeitsmarkt

Auch stellt der harte Arbeitsmarkt neue Herausforderungen, denen die Hochschule mit neuen Angeboten begegnen möchte. 12 000 bis 15 000 Schauspieler gibt es nach Schätzungen des Interessenverbandes deutscher Schauspieler bundesweit, ein Drittel davon ist auf Jobsuche.