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"Ausländische Schüler zum Abi führen"

BOCHUM Mehr als 200 Teilnehmer trafen sich am Samstag zur zweiten Bochumer Integrationskonferenz. Im Stadtarchiv wurden Zukunftsprojekte vorgestellt und ausgewertet, was sich für ausländische Mitbürger und Deutsche mit Migrationshintergrund seit der ersten Konferenz vor einem Jahr getan hat.

28.10.2007

"Wir behandeln das Thema Integration nicht mehr nur beiläufig": Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz ging auf der zweiten Bochumer Integrationskonferenz in die Offensive. "In wenigen Jahren sind 40 Prozent aller Bochumer unter 40 Jahren Menschen mit Migrationshintergrund", erklärte Scholz. Die Konferenz habe sich zum Ziel gesetzt, in den Bereichen Bildung, Sprachförderung, Beschäftigung, Wohnen sowie in der Kinder- und Jugendarbeit Fortschritte zu machen.

Nurhan Dogruer-Rütten, Leiterin des städtischen Integrationsbüros, präsentierte detaillierte Pläne: ein Integrationsfahrplan soll ab nächster Woche den Behördengang erleichtern. Zusätzlich wird ein Fachkräftepool eingerichtet, dem etwa Übersetzer angehören.

Sprachbarrieren abbauen

So sollen vor allem Sprachbarrieren abgebaut werden. Insgesamt wurden mehr als 50 Ideen mit den Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien, Pädagogen, Gewerkschaftern und Wirtschaftsvertretern diskutiert. Matthias Lindemann vom Integrationsbüro kündigte einen "Dogmenwechsel" an.

Ziel sei es, möglichst viele ausländische Schüler zum Abitur zu führen. "Wir versuchen, das Deutsche und die Muttersprache dabei gleichmäßig zu fördern", ergänzte Dogruer-Rütten. In Bochum leben Menschen aus mehr als 140 Ländern. Herkunfts-Spitzenreiter ist die Türkei vor Polen und Serbien.

"Wir alle können nur voneinander profitieren", betonte OB Scholz und kündigte für das nächste Jahr die nächste Integrationskonferenz an.