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Ausschläge und Nesselbrand

Giftiger Bärenklau

IM NORDEN. Mit seinen runden, weißen Blütenköpfen und tellergroßen, gezackten Blättern fällt der Bärenklau eigentlich nur durch seine Größe von bis zu dreieinhalb Metern auf. Doch die Pflanze bildet Giftstoffe, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken.

von Von Sarah Hinderer

, 22.08.2010
Ausschläge und Nesselbrand

 „Viele unterschätzen die Gefahr. Besonders bei Kindern können schlimme Ausschläge und Nesselbrände auftreten“, warnt Christine Küster von der Unteren Landschaftsbehörde. Die Substanzen sondert der Bärenklau dabei nicht nur über Blätter und Stängel ab, sondern auch über feine Härchen, die in der Luft schwirrenden. „Dadurch ist kein direkter Kontakt zur Pflanze nötig, um eine allergische Reaktion auszulösen“, erklärt Forstrat Sebastian Vetter.

Im Norden treten die Pflanzenbestände meist vereinzelt an Halden, Bächen und Waldrändern auf – „oft jedoch auch an Rad- und Wanderwegen“, berichtet Christine Küster. Gegen größere Bestände am Gullohbach und auf wiesenflächen am Sanderoth und an der Flughafenstraße, sowie einzelne Pflanzen Auf dem Brink an der Brechtener Straße geht das Umweltamt schon länger vor, ganz beseitigen ließ sich die Ausbreitung bislang jedoch nicht. „Die Samen verbreiten sich ideal über Bachläufe und durch die Luft“, so Küster. Auch der stickstoffreiche Stadtboden schaffe ideale Bedingungen.

Hinzu kommt, dass die Samen besonders resistent sind und bis zu 30 Jahre lang auch unter schwierigen Bedingungen überleben können. „Dadurch ist der Schaden der für Pflanzen entsteht noch viel größer, als für Menschen“, erklärt Küster. „Heimische Pflanzen wie Orchideen und Lichtnelken kommen neben dem Bärenklau weder an Licht noch an Wasser und gehen deshalb ein.“ Das Umweltamt geht regelmäßig gegen große Bestände der toxischen Pflanze vor – „aber auch einzelne Pflanzen können gefährlich werden“, mahnt die Expertin.