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Ausschreitungen bei Aktionstag gegen Rechts in Hamburg

Hamburg (dpa) Der friedliche Protest von mehr als zehntausend Menschen gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten in Hamburg ist am Samstag von Krawallen Linksautonomer überschattet worden.

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Mit Schildern und Transparenten demonstrieren zahlreiche Menschen gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten zum «Tag der Deutschen Zukunft» in Hamburg. Foto: Bodo Marks

Die Stimmung auf der Demonstration war laut Tweet von @nazisblockieren zunächst gut. Foto: Christian Charisius

Der Aufmarsch der Neonazis wurde auch von Bürgermeister Olaf Scholz kritisiert: «Wir sind stolz darauf, eine weltoffene Stadt zu sein.» Foto: Markus Scholz

Polizisten kesseln Teilnehmer einer Blockade gegen einen Neonazi-Aufmarsch ein. Foto: Bodo Marks

Barrikaden brennen auf der Route einer Demonstration von Rechtsextremisten zum «Tag der Deutschen Zukunft» in Hamburg. Foto: Markus Scholz

Mehrere tausend Menschen und ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Organisationen demonstrieren in der Hansestadt gegen die Kundgebung der Neonazis. Foto: Bodo Marks

Zu einem «Tag der Deutschen Zukunft» wurden bis zu 1000 Neonazis erwartet, von denen etwa 300 als gewaltbereit eingeschätzt werden. Foto: Bodo Marks

In der Nacht zum Samstag haben Unbekannte in Hamburg elf Polizeifahrzeuge angezündet. Foto: Daniel Bockwoldt

Die Mannschafts- und Streifenwagen standen vor einem Hotel, in dem Polizisten aus Nordrhein-Westfalen untergebracht waren. Foto: Daniel Bockwoldt

Mit Schildern demonstrieren die 6-Jährige Martha (l) und die 8-Jährige Hannah gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten in Hamburg. Foto: Bodo Marks

Während die große Mehrheit bei der zentralen Gegenveranstaltung friedlich demonstrierte, eskalierte die Lage bei einer separaten Kundgebung in der Nähe der Route der Rechtsextremisten. Linksautonome warfen Steine, steckten Mülltonnen, Barrikaden und Autos in Brand. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Reiterstaffeln gegen Blockaden und Randalierer ein.

19 Beamte wurden nach ihren Angaben verletzt. Zwölf Menschen wurden demnach festgenommen, 63 vorübergehend in Gewahrsam genommen - und Hunderte nach Veranstaltungsende am Ort festgehalten.

Den 700 Rechtsextremisten - deutlich weniger als die erwarteten 1000 - standen nach Polizeiangaben im Stadtteil Wandsbek mehrere tausend linke Demonstranten gegenüber, darunter 1000 bis 1500 Gewaltbereite. Wegen der Blockaden begann der Marsch der Rechten mit über dreistündiger Verspätung auf geänderter Route. Aber auch dort wurden sie mehrmals durch Blockaden gestoppt. In den meisten Fällen verliefen die Blockaden nach Angaben der Polizei friedlich. Allerdings wurde neben zwei Anwohnerautos auch ein Polizeiwagen angezündet. Zeugen berichteten von einem sehr harten Vorgehen der Einsatzkräfte, teils auch gegen friedliche Demonstranten.

Bei der Haupt-Gegenkundgebung auf dem Rathausmarkt rief Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) unter lautem Applaus: «Wir stehen zusammen. Wir sind stolz darauf, eine weltoffene Stadt zu sein.» Diese Kundgebung unter dem Motto «Hamburg bekennt Farbe», die mit Auftritten von Bands und anderen Musikern teils einem Volksfest glich, ging am Nachmittag friedlich zu Ende.

Bereits in der Nacht hatte es erste Zwischenfälle gegeben. Vor einem Hotel, in dem Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen untergebracht waren, brannten elf Polizeiwagen.

Twitter Linke

«Hamburg bekennt Farbe»

«Tag der dt. Zukunft» mit Demoroute und Aufruf der Neonazis

«Kein Platz für Nazis»

Aufruf der Autonomen

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