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Außenseiter Valgren gewinnt Amstel Gold Race - Sagan Vierter

Berg en Terblijt. Der 26 Jahre alte Däne Michael Valgren aus dem Astana-Team hat das Amstel Gold Race gewonnen. 1,8 Kilometer vor dem Ziel hatte er sich zusammen mit Roman Kreuziger von der Favoritengruppe knapp abgesetzt.

Außenseiter Valgren gewinnt Amstel Gold Race - Sagan Vierter

Der Däne Michael Valgren vom Team Astana bejubelt seinen Sieg bei der Zieleinfahrt. Foto: Eric Lalmand/BELGA

Ein Außenseiter hat die Topfavoriten genarrt: Der 26 Jahre alte Däne Michael Valgren gewann die 53. Auflage des niederländischen Rad-Klassikers Amstel Gold Race und ließ den Topstars Peter Sagan und Alejandro Valverde keine Chance.

Der Parcours war mit 35 kurzen, aber giftigen Steigungen gespickt.

Valgren war vor zwei Jahren bei dem Rennen schon einmal Zweiter. Nach Bjarne Riis 1997 ist er der zweite Däne, der das anspruchsvolle Rennen durch die südniederländische Provinz Limburg gewann. „Das war ein perfekter Tag für unser Team“, sagte Valgren. Zu den ersten Gratulanten am Telefon gehörte Alexander Winokurow, sein Teamchef bei Astana. Valgren konnte selbst nicht sagen, was für ein Typ Rennfahrer er ist. „Gute Frage“, sagte er: „Als Nachwuchsfahrer habe ich zweimal das U23-Rennen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. Die Ardennen haben deshalb einen besonderen Platz in meinem Herzen.“ „La Doyenne“ (Die Älteste) steht am kommenden Sonntag zum Abschluss der Frühjahrsklassiker im Rennkalender.

Valgren siegte nach 263 Kilometern vor dem Tschechen Roman Kreuziger, der das Rennen 2013 schon einmal gewann. Die beiden Fahrer hatten sich 1,8 Kilometer vor dem Ziel von einer achtköpfigen Fahrergruppe mit den Favoriten abgesetzt. Der Bora-hansgrohe-Kapitän Sagan, der am vergangenen Sonntag Paris-Roubaix gewonnen hatte, fuhr auf Rang vier vor Valverde, der Fünfter wurde.

Eine sechsköpfige Spitzengruppe, die lange allein an der Spitze fuhr, war knapp 18 Kilometer vor der im Vergleich zu den vergangenen Jahren veränderten Zielpassage von einer kleinen Fahrergruppe gestellt worden. Dann wechselte eine Attacke die nächste ab. Die zermürbende Fahrweise ließ im Finale sogar die Kräfte des sonst fast übermächtigen Sagan schwinden. Den entscheidenden Vorstoß von Valgren, der im Februar den Omloop Het Nieuwsblad gewonnen hatte, konnte der Slowake in Berg en Terblijt nicht mehr mitgehen.

Die deutschen Profis spielten in der Endphase keine Rolle. Die Prominenz fehlte ohnehin: John Degenkolb hatte sich nach Paris-Roubaix mit Knieproblemen für das Amstel Gold Race abgemeldet. Er will am 1. Mai beim Frankfurter Traditionsrennen in Eschborn zurück sein. Tony Martin war ebenfalls nicht am Start: Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister inspizierte den WM-Parcours von Innsbruck.

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