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Ausstellung "Starke Orte" wird am Sonntag eröffnet

Weichenwerk

Für die Eröffnung der Ausstellung "Starke Orte" am Sonntag, 15. August, hat sich der Künstler Peter Kosch eine außergewöhnliche Aktion überlegt: jeder kann sich etwas Ruhrwasser mitnehmen. Wie das gemeint ist:

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 13.08.2010
Ausstellung "Starke Orte" wird am Sonntag eröffnet

Zur Vernissage füllt Peter Kosch gegen fünf Euro aus dem nebenstehenden Tank Ruhrwasser in die bereit gestellten Flaschen. Wer will, darf auch seine Lieblingsflasche mitbringen.

In der ehemaligen Ausbildungswerkstatt des Weichenwerks an der Kronenstraße füllt Peter Kosch gegen fünf Euro das Wasser in bereitstehende Fläschchen ab. Ihre Etiketten sind handsigniert. "Gezapf"“ wird aus einem kleinen Wasserwagen des Weichenwerks, denn schließlich ist es das Ziel der Kunstaktion unter dem Dach der Kulturhauptstadt Ruhr.2010, in den Werken etwas von der Geschichte des AusstellungsOrtes zu erzählen. Die Künstler konnten sich dafür bewerben. Eine Jury hat zwölf von ihnen ausgewählt, um ihre Ideen für die alte Ausbildungswerkstatt des Weichenwerkes umzusetzen. Acht Wittener und vier "Auswärtige" sind dabei.

Unter letztgenannten Klaus Nixdorf, der Vorsitzende des Bochumer Künstlerbundes. Er hatte schon in 2007 die Idee, die Künstlerbünde aus der Region näher zusammenzubringen. Mit der Aktion "Starke Orte" ist das jetzt geglückt. An zwölf Orten in den teilnehmenden Städten setzten sich Künstler mit einem ungewöhnlichen Umfeld auseinander. "Gut, dass es zweimal nicht geklappt hat", erklärte jetzt Dr. Gert Buhren, Vorsitzender des Wittener Künstlerbundes, dass erst im dritten Anlauf der geeignete Wittener Ort gefunden war. Mit der alten Lehrwerkstatt und dem Schmiederaum am Rande des Weichenwerkes sind alle sehr zufrieden. "Es wäre schön, wenn man die Halle künftig immer für kulturelle Zwecke nutzen könnte", findet Buhren. Doch auch Werksleiter Kar-Jörg Gehrke hat wieder Gefallen an der 1863 vom Kirchenbaumeister August Orth errichteten Halle gefunden, die zehn Jahre lang im Dornröschenschlaf gelegen hat: "Wir überlegen, ob wir hier nicht wieder investieren und oben die Büroräume nutzen." Inzwischen bilde sein Unternehmen auch wieder so viel aus, dass unter Umständen im Erdgeschoss auch wieder an die alte Nutzung angeknüpft werden könnte.

In die Halle ist der "alte Charme" zurückgekehrt“, so Buhren. Und die Künstler versuchen als "Prinzen und Prinzessinnen" das wachgeküsste Gebäude mit ihren Arbeiten wieder zu beleben.