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Ausstellung ehrt Lebenswerk von Rolf Hopf

Sein künstlerischer „Output“ ist fast schon etwas übertrieben. Aber Rolf Hopf kann nicht anders. Er ist Maler durch und durch. Das beweisen seine Bilder in der Ausstellung im Saalbau.

von Lisa Timm

, 14.08.2008
Ausstellung ehrt Lebenswerk von Rolf Hopf

Kämmerer Matthias Kleinschmidt überreicht Rolf Hopf den Förderbescheid des Kunst- und Kulturforums, mit dem das bisherige Lebenswerk von Künstler Rolf Hopf gewürdigt werden soll.

Was er sieht und was ihn beschäftigt, wird in Bilder gefasst. Ob kraftvoll koloriert oder in zartem graphitgrau – eine Aussage steckt meist darin. Doch es darf auch mal Stillleben sein, gesammeltes Strandgut vor mallorquinischem Hintergrund. Zeit seines Lebens hat sich der Hevener mit Malerei befasst. Jetzt wird das Gesamtwerk des Fast-Siebzigjährigen vom Kulturfonds der Stadt mit einer Ausstellung im Saalbau gewürdigt. Kulturdezernent Matthias Kleinschmidt überreichte gestern den Förderbescheid. 70 Werke – für jedes Lebensjahr eines – zeigen ab Sonntag, 17. August, einen Querschnitt der Schaffenskraft von Hopf, der im „wahren Leben“ als Fachleiter am Studienseminar für die Ausbildung von Lehrern zuständig war.

Für seine Ausstellung hat der Künstler einen wahren Kraftakt gestemmt. Denn selbst die Auswahl des Materials, das er im Saalbau zeigt, war nicht einfach. „Schließlich musste er unter rund 600 Bildern sichten. „Alle aufbewahrt in zwei großen Zeichenschränken“, sagt Ehefrau Sigrun, die mithalf, die Ausstellung vorzubereiten. „Auch verfügt man selbst ja nicht über eine solche Fülle von Rahmen“, sagt Hopf, „die habe ich mir zusammen geliehen.“ Wegen der üppigen Formate eben auch schwere Rahmen, die dem Künstler beim Ausstellungs-Aufbau Muskelkater bescherten. Der Gedanke daran aber verfliegt bei Hopf sofort, kommt er auf seine Kunst zu sprechen. Stets habe ihn die Natur inspiriert. Steinformationen, Strandmotive. Eingearbeitete Botschaften mahnen gegen Raubbau wider die Natur. Und immer wieder wechselt Hopf seine Techniken „Sonst wird‘s langweilig“, sagt er. In die neuesten Bilder arbeitet Rolf Hopf Zeichen und Symbole aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Weltreligionen, Felsmalereien der Aborigines oder der Indianer Nordamerikas ein, verwendet Piktogramme und Logos der medialen Gegenwart. Dafür recherchierte er intensiv – war sozusagen auf Spurensuche.