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Austauschschüler arbeiten im Krankenhaus

KIRCHLINDE Die Droste-Hülshoff-Realschule ermöglicht französischen Austauschschülern ein Praktikum im Kirchlinder Krankenhaus.

von Von Karin von Cieminski

, 13.12.2007
Austauschschüler arbeiten im Krankenhaus

Die französischen Praktikantinnen lernen bei Pflegerin Annika Steinmeyer (2.v.l.) die Arbeit in einem Krankenhaus, wie Blutdruck messen bei Patient Mehmet Karadas, kennen.

Ein wenig mit Händen und Füßen müssen sich die drei französischen Schülerinnen im katholischen Krankenhaus Kirchlinde schon noch verständigen.

Macht nichts. Spannend finden sie die Arbeit trotzdem. Immerhin nehmen sie an einem Schüleraustausch teil, der alles andere als alltäglich ist. Dank Lehrerin Maria Grabosch. Die Französisch-Lehrerin der Droste-Hülshoff-Realschule sorgte dafür, dass die sieben Gäste aus Moreuil bei Amiens bei ihrem nunmehr zweiten Besuch in Dortmund nicht nur die Stadt, sondern auch die Arbeitswelt kennen lernen können.

Vier der Schülerinnen arbeiten im Kindergarten, drei im Krankenhaus. Insgesamt fünf Tage lang. Auf verschiedene Stationen sind die Neuntklässlerinnen Lucie Dessaux, Justine Colombier und Margaux Foirest verteilt. Und das aus gutem Grund. "So verbessern sie ihr Deutsch und sprechen nicht untereinander französisch", erklärt Pflegedienstleiter Heiko Dikau.

Neben dem Sprachtraining verschaffen sie sich einen Einblick in den Alltag einer deutschen Krankenpflegerin und lernen, wie die Infrastruktur eines Krankenhauses funktioniert.

Von 7 bis 14 Uhr begleiten sie die Auszubildenden und die examinierten Pflegekräfte des Krankenhauses bei ihrer Arbeit. Nachttische desinfizieren, Betten machen, Frühstück verteilen und beim Blutzucker messen helfen, gehört zu ihren Aufgaben. "Wir machen es ihnen vor und sie dürfen dann auch kleine Arbeiten ausführen", skizziert die Auszubildende Annika Steinmeyer die Aufgaben der französischen Patienten. Das klappt prima, trotz sprachlicher Schwierigkeiten. Denn die Praktikanten haben erst seit vier Jahren Deutschunterricht. Mitgebracht haben die 14- und 15-Jährigen dafür weiße Kleidung und großes Interesse. "Ein Berufs-Praktikum machen zu können, freut uns natürlich sehr", erzählen die drei französischen Schülerinnen, "und dass es in einem Krankenhaus stattfindet, ist besonders spannend." So könnten sie sich schon einmal mit ihrem Wunschberuf vertraut machen.

Im Frühjahr 2008 werden vier Realschüler der neunten Klasse für drei Wochen ein Praktikum in Frankreich absolvieren.

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