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Austellung für Handy-Pionier Martin Cooper in New York

New York. Am 3. April 1973 wurde das erste Handy-Gespräch geführt. Dieses besonderen Ereignis ist nun Gegenstand einer Ausstellung.

Austellung für Handy-Pionier Martin Cooper in New York

Handy-Pionier Martin Cooper im Jahr 2011. Vor mehr als 40 Jahren führte er das erste Telefongespräch mit einem Handy. Foto: Jason Szenes, EPA

Vor mehr als 40 Jahren führte Martin Cooper das erste Telefongespräch mit einem Handy - nun hat ein Künstler dem Durchbruch des ehemaligen Motorola-Ingenieurs eine eigene Ausstellung gewidmet.

Die Ausstellung „New Era“ von Künstler Doug Aitken in der 303 Gallery in New York dreht sich um die Forschung Coopers, die den Weg ebnete für die heute weltweit verbreitete Mobilfunktechnik. Seine Worte werden dabei zum Leitmotiv in einer düsteren Zukunft, in der Natur und Technik nebeneinander existieren.

Der heute 89-jährige Cooper ist in Videos auf mehreren Leinwänden eines sechseckigen Pavillons zu sehen, wie er sagt: „Hallo, mein Name ist Martin Cooper. 1973 habe ich das allererste Mobiltelefon erfunden. Auf der 6th Avenue in New York City in Nähe des Hilton Hotel tätigte ich einen Anruf. Dies war das allererste öffentliche Handy-Telefonat.“ Gespiegelte Wände vermehren die Videos in einen gefühlt unendlichen Raum. Der Besucher steht mitten in dieser Welt und wird vom Betrachter zum Teil der Installation, die vervielfachten Bilder des alten Motorola-Handys werden zur Halluzination.

Als „griechische Mythologie des 21. Jahrhunderts“ will der Kalifornier Aitken die Schau verstanden wissen und stellt die Frage, wohin ein Zeitalter absoluter Konnektivität führen wird: „eine nach-menschliche Zukunft, in der Technologie dazu in der Lage wäre, die wahre Essenz unseres Seins zu verändern?“ Ein kleiner Korridor führt anschließend in einen Nebenraum, in dem das Wort „Dschungel“ in Neonröhren aufleuchtet.

Cooper führte das Gespräch am 3. April 1973 mit einem Motorola Dynatac, das wegen seiner großen Batterie und anderer Bauteile etwa ein Kilogramm schwer war und eine Betriebszeit von 20 Minuten hatte. Sein Gesprächspartner war Joel Engel, Technikchef beim Unternehmen AT&T, das den Markt für Telefontechnik damals beherrschte. Der Anruf wurde von einer Mobilfunkstation auf einem New Yorker Hochhaus ins Festnetz weitergeleitet. Es dauerte dann aber noch zehn Jahre, bis die zuständige US-Behörde FCC das erste Frequenzspektrum für ein kommerzielles Mobilfunknetz freigab.

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