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In Istanbuler Vertretung

Auswärtiges Amt sagt Armenier-Aufführung ab

Istanbul Die Dresdner Sinfoniker wollten ihr Konzertprojekt „Aghet“ zum „Völkermord an den Armeniern“ in Istanbul aufführen. Das Auswärtige Amt sagt die Aufführung im deutschen Generalkonsulat nun ab - die vermutlich zu einem neuen Konflikt mit der Türkei geführt hätte.

Auswärtiges Amt sagt Armenier-Aufführung ab

Die Dresdner Sinfoniker stehen am 30. April 2016 auf der Bühne nach der Aufführung des Konzertprojektes "Aghet" im Schauspielhaus Hellerau in Dresden.

Das Auswärtige Amt hat eine für den kommenden Monat geplante Aufführung der Dresdner Sinfoniker im deutschen Generalkonsulat in Istanbul zu den Massakern an den Armeniern abgesagt. „Die Räumlichkeiten des Generalkonsulats in Istanbul stehen am 13. November nicht zur Verfügung“, hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Das Stück „Aghet“ handelt vom „Völkermord an den Armeniern“ im Osmanischen Reich vor gut 100 Jahren. Bei der Gala sollte außerdem eine armenisch-türkisch-deutsche Freundschaftsgesellschaft gegründet werden. Ankara wehrt sich vehement gegen die Einstufung der Massaker als Völkermord. Im Juni hatte die Völkermordresolution des Bundestages zu einem schweren Zerwürfnis zwischen der Türkei und Deutschland geführt. Mit der Aufführung droht nun neuer Streit.  

Die Regierung in Ankara kündigte Medienberichten zufolge wegen „Aghet“ kürzlich einseitig das EU-Kulturprogramm auf. Im April hatte die Türkei gefordert, dass die EU die finanzielle Förderung für das Projekt einstellt.

von dpa

Berlin Die Bundesregierung will sich von der umstrittenen Armenien-Resolution des Bundestags nicht distanzieren. "Davon kann überhaupt keine Rede sein", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Spiegel Online" hatte am Freitagmorgen berichtet, dass die Bundesregierung sich von der Resolution distanzieren wolle.mehr...

 

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