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Auswirkungen des LKW-Fahrerstreiks in Griechenland

RN-Mitarbeiter berichtet

WITTEN/PERDIKA Die Auswirkungen des LKW-Fahrerstreiks in Griechenland bekam auch Sven Both zu spüren, der momentan mit der Familie im Norden des Landes seinen Urlaub verbringt. Sein Vermieter konnte gerade noch Sprit-Nachschub für seine Gäste besorgen.

von Von Lisa Timm

, 02.08.2010
Auswirkungen des LKW-Fahrerstreiks in Griechenland

RN-Mitarbeiter Sven Both ist z.Zt. in Griechenland.

Den Wittener Anzeigenberater der Ruhr Nachrichten hat es ins Dörfchen Perdika verschlagen, ein Örtchen fernab des Massentourismus. Er ist die knapp 2200 Kilometer lange Strecke mit dem eigenen PKW angereist. "Weil der Sohn unserer Vermieterin selbst LKW-Fahrer ist, haben wir schon im voraus erfahren, dass gestreikt werden soll. So konnten wir frühzeitig voll tanken", sagte gestern der 36-Jährige am Telefon. Für seine Familie war das ein wertvoller Hinweis, denn bis zum Strand sind es immerhin zehn Minuten mit dem Auto zu fahren. Und weil vier Kinder zur Reisegruppe gehören, die Tages-Temperaturen auf bis zu 40 Grad steigen, ist Strandleben schon zwingend angesagt.

Als vergangene Woche der Sprit-Nachschub immer fraglicher wurde, gelang es Boths Vermieter, noch Benzin für seine Gäste zu organisieren. "Er besorgte uns einen Kanister mit 16 Liter zusätzlichem Treibstoff", war Both dankbar. Auch wenn sich die Lage insgesamt inzwischen entspannt habe, in der Tankstelle vor Ort sei bis gestern immer noch kein Benzin-Nachschub eingetroffen.

Vergangene Woche musste der Schwiegervater von Sven Both zum Flughafen nach Thessaloniki fahren, um dort jemanden abzuholen. Dabei habe er beobachtet, wie ein Tankwagen unter Polizeischutz unterwegs war. Vom knapper werdenden Angebot an Nahrungsmitteln haben die Urlauber in Perdika zum Glück nichts mitbekommen. "Nur das Wasser wurde wohl etwas knapp", hat Both beobachtet. Zum Kaffee wurde stets ein stilles Wasser gereicht, das gab es dann einige Tage eben nicht