Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Avantgarde im Zeichen des Löwen: 50 Jahre Peugeot 504

Langen/Köln. Er war seiner Zeit um Jahre voraus. Denn als Peugeot 1968 den 504 lancierte, wirkte die Limousine wie aus einer anderen Ära. Kein Wunder, dass der Wagen schier ewig gebaut wurde und es so zum Millionär geschafft hat.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-180420-99-972885
Familienwagen: Der Peugeot 504 als Kombi. Foto: Peugeot

urn-newsml-dpa-com-20090101-180420-99-972884
Den 504 ließ Peugeot auch als Pick-up vom Band laufen. Foto: Peugeot

urn-newsml-dpa-com-20090101-180420-99-972875
Flotter Franzose: Fürs Mitschwimmen im Verkehr taugt dieser Peugeot 504 von 1969 seinem Besitzer immer noch. Foto: Thomas Geiger

urn-newsml-dpa-com-20090101-180420-99-972881
Aussicht auf Fahrgenuss: Bequeme Sessel und Lenkradschaltung hinter dem Lenkrad. Foto: Thomas Geiger

urn-newsml-dpa-com-20090101-180420-99-972879
Ausreichend kräftig und regelmäßig im Dienst: Der 62 kW/84 PS starke Motor im Fotoauto darf selbiges immer noch mindestens einmal pro Woche in Bewegung setzten. Foto: Thomas Geiger

urn-newsml-dpa-com-20090101-180420-99-972876
Bodenständiger Begleiter: Verglichen mit anderen Oldtimern aus der Ära kann der Peugeot 504 schon zu moderaten Preisen in die Hände von Oldtimer-Freunden gelangen. Foto: Thomas Geiger

Der robust und zuverlässig konstruierte und zeitlos gezeichnete Peugeot 504 machte von 1968 eine Karriere, die 37 Jahre lang dauerte. An deren Ende standen fast vier Millionen Fahrzeuge.

Darunter waren auch viele familienfreundliche Kombis, praktische Pick-ups sowie schöne Coupés und Cabriolets. Zum 50. Geburtstag der Limousine bietet das laut Kraftfahrt-Bundesamt älteste Exemplar seiner Art in Deutschland den würdigen Rahmen für eine Jubiläumsausfahrt. Natürlich ist der Lack an manchen Stellen ein bisschen stumpf, und am 1,8-Liter-Motor hat der Zahn der Zeit genagt. Doch das halbe Jahrhundert sieht man der Limousine nicht an.

„Der Wagen war damals einfach seiner Zeit voraus“, sagt sein Besitzer Thomas Lagally. Er schwärmt vom filigranen Design, während er sich in die avantgardistisch geformten Sessel mit der Einarm-Kopfstütze lümmelt. Diese sind zwar bequemer als manche Wohnzimmer-Möbel, bieten aber null Seitenhalt.

„Und er hält noch heute problemlos im Verkehr mit“, rühmt er den Klassiker, der mindestens einmal pro Woche bewegt wird und so im Jahr lässig auf 5000 Kilometer kommt. Auf der Autobahn mag er dabei lahm und laut sein, denn mehr als 140 km/h will man weder dem Motor mit seinen 62 kW/84 PS, noch den Ohren zumuten. Aber wenn man sich erst einmal an die Schaltung hinter dem spacigen Lenkrad und den so zerbrechlich wirkenden Blinkerhebel gewöhnt hat, fährt man damit ganz locker selbst durch den dicksten Stadtverkehr.

Und selten war eine Landpartie so entspannend wie mit der Löwen-Limousine. Mit ihrem langen Radstand, dem komfortablen Fahrwerk und der lässigen Zahnstangen-Lenkung flaniert sie beschwingt über die Nebenstraßen wie ein Sonntagsspaziergänger nach einem schweren Bordeaux zu einem guten Mittagessen. Der vom italienischen Stardesigner Pininfarina gezeichnete 504 ist aber nicht erst als Oldtimer zu einem Schmuckstück gereift, sondern hat die Experten schon bei seinem Debüt 1968 begeistert.

Die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ lobte die Limousine als den französchen Mercedes und meinte damit weniger den seinerzeit stolzen Preis von 11 650 D-Mark als vielmehr den hohen Fahrkomfort in der selbsttragenden Karosserie mit Einzelradaufhängung, die Sicherheit der Scheibenbremsen an allen vier Rädern und das für die 4,49 Meter Länge fast schon luxuriöse Platzangebot, das dem verschwenderischen Radstand von 2,74 Metern zu verdanken ist.

Während man für die Seltenheiten von Mercedes oder Porsche aus jenen Jahren heute ein Vermögen zahlen muss, ist das Massenauto auch als Oldtimer ein bürgerliches Vergnügen und zu Preisen zwischen 8000 und 12 000 Euro zu haben, sagt Lagally. „Nur die Kombis und Coupés sind etwas teurer, und die Cabrios können auch mal das Doppelte kosten.“

Trotzdem warnt er Neueinsteiger. Denn der 504 teilt ein Problem, das alle Autos aus den 1970ern haben: Den vergleichsweise gravierenden Rostbefall. Doch der Frankreich-Fan hat einen todsicheren Tipp, wie man die Spreu vom Weizen trennen kann. Von jahrelang zur Seite gestellten Scheunenautos würde er die Finger lassen. „Aber was heute noch fährt, das ist offenbar so gut gepflegt worden, dass man es bedenkenlos kaufen kann. Das hält bestimmt noch einmal 50 Jahre.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Auto und Verkehr

Was Autofahrer beim Sonnenbrillen-Kauf beachten müssen

Berlin. Sommer, Sonne, Sonnenschein: So schön gutes Wetter auch ist - wenn Fahrer am Steuer sitzen, können Sonnenstrahlen blenden. Das ist nicht nur nervig, sondern kann im Straßenverkehr auch gefährlich werden. Eine Sonnenbrille kann helfen - wenn Fahrer ein paar Dinge beachten.mehr...

Auto und Verkehr

Bei aufgedrehter Klimaanlage drohen Kopfweh und Erkältung

Frankfurt/Main. Bei hohen Temperaturen heizt sich der Innenraum eines Autos auf. Die Klimaanlage kann in solchen Situationen helfen. Doch wer es mit der Kühlung übertreibt, riskiert eine Erkältung.mehr...

Recht im Verkehr

Nötigung vor vier Jahren rechtfertigt keine MPU

München. Auf deutschen Straßen geht es nicht immer gentlemanlike zu. So kommt es vor, dass sich Verkehrsteilnehmer beleidigen, bedrängen oder ausbremsen. Ein solches Verhalten verstößt zwar gegen die Straßenverkehrsordnung, ist aber kein Beweis für eine fehlende Fahreignung.mehr...

Auto und Verkehr

Was Autofahrer bei Reisen ins Ausland beachten sollten

Köln. Wer einmal im Ausland geblitzt worden ist, weiß, dass der deutsche Bußgeldkatalog noch vergleichsweise mild ist. Doch nicht nur mit dem Tempo sollten Autofahrer im Ausland aufpassen. Es gibt noch mehr zu beachten.mehr...

Auto und Verkehr

Citroën C5 Aircross kommt im Januar 2019

Paris. Der C3 Aircross bekommt einen größeren Modellkollegen an seine Seite. 4,50 Meter misst der C5 Aircross, und als Dieselvariante verfügt Citroëns Neuzugang über 180 PS. Ende kommenden Jahres soll ein Plug-In-Hybrid folgen.mehr...

Autotest

Audi A6 im Test: Dienstwagen für Digital Natives

Der A6 ist bei Audi die erste Wahl für Firmenkunden und Vielfahrer. Sollte er früher vor allem mit seinen Dieseln überzeugen, setzen die Bayern nun zu allererst auf Digitalisierung. Aber keine Sorge: Auch Kunden aus der alten Welt werden ihre Freude mit dem Auto haben.mehr...