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Nach Explosion

BASF: Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen

Ludwigshafen Auch zwölf Tage nach dem Explosionsunglück bei der BASF hat der Schrecken kein Ende. Am Samstag starb dem Unternehmen zufolge ein weiterer Mitarbeiter der Werksfeuerwehr. „Die ganze BASF trauert“, sagt Unternehmenschef Bock.

BASF: Zahl der Todesopfer  auf vier gestiegen

Bei einer Explosion auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen am 17. Oktober 2016 kamen mehrere Menschen ums Leben.

Nach der Explosion bei der BASF in Ludwigshafen ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen. Ein 33 Jahre alter Werksfeuerwehrmann sei am Samstag seinen Verletzungen erlegen, teilte das Chemieunternehmen mit.

Bei der Explosion mit nachfolgenden Bränden im sogenannten Landeshafen Nord waren am 17. Oktober drei Menschen getötet worden - zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr und der Matrose eines Tankschiffs. 30 Menschen wurden verletzt, acht davon schwer. Dazu gehörte auch der jetzt verstorbene Feuerwehrmann. Die Ermittler vermuten, dass es zu dem Unglück kam, als ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung anschnitt.

Noch sechs Schwerverletzte in Klinik

Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten den neuen Todesfall. Der Mann habe zuletzt auf der Intensivstation gelegen. Nach Angaben eines BASF-Sprechers lagen am Samstag noch sechs Schwerverletzte im Krankenhaus, fünf davon sind BASF-Mitarbeiter. Ein Schwerverletzter hatte die Klinik zwischenzeitlich verlassen können.

MAINZ Der Chemiekonzern BASF sieht auch angesichts des Explosionsunglücks in Ludwigshafen keine Mängel in der Sicherheit. Bei der Explosion am Montag vergangener Woche gab es drei Tote und 30 Verletzte. Nach Einschätzung des Konzerns geht das Unglück auf einen Schnitt in einer Leitung zurück.mehr...

„Ich bin zutiefst betroffen, dass infolge des Unglücks ein weiterer Mitarbeiter verstorben ist. Die ganze BASF trauert“, wurde der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock in der Mitteilung zitiert. „Unsere Gedanken sind bei unserem verstorbenen Kollegen, seiner Familie und seinen Angehörigen.“

Gedenkfeier und Schweigeminute

Am kommenden Mittwoch um 12 Uhr wollen die BASF-Mitarbeiter in Ludwigshafen erneut eine Schweigeminute einlegen, um der Opfer zu gedenken und ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Für diesen Sonntag (30. Oktober) ist zudem in einer katholischen Kirche im Stadtteil Oppau eine Gedenkfeier geplant, zu der die beiden großen christlichen Kirchen und ihre Notfallseelsorger eingeladen haben.

An der Unglücksstelle laufen unterdessen die Vorbereitungen für weitere Ermittlungen. Es gebe Vorarbeiten, „damit unsere Kollegen gefahrlos mit der Sicherung von Spuren und Asservaten weitermachen können“, hatte ein Polizeisprecher am Freitag gesagt. Nach Bocks Angaben hat die Staatsanwaltschaft gefordert, dass vor den Ermittlungen am Unglücksort auch jene Pipelines abgestellt werden, die nicht bei dem Unglück beschädigt wurden. „Das passiert jetzt in den nächsten Tagen“, hatte Bock am Donnerstag gesagt.

von dpa

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