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BVB verpasst Sprung auf Platz zwei - Nur 1:1 in Bremen

Bremen. Dortmund rennt an, scheitert aber immer wieder. Nach dem Remis in Bremen ist die nächste Champions-League-Teilnahme weiter in Gefahr. Werder baut eine starke Serie aus.

BVB verpasst Sprung auf Platz zwei - Nur 1:1 in Bremen

Torschützen unter sich: Werders Thomas Delaney (r) und Dortmunds Marco Reus. Foto: Carmen Jaspersen

Borussia Dortmund hat den Sprung auf Platz zwei und damit einen riesigen Schritt in Richtung Champions League verpasst. 

Das Team von Trainer Peter Stöger kam zum Abschluss des 32. Bundesliga-Spieltags trotz zahlreicher Chancen bei Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und blieb damit im vierten Auswärtsspiel in Serie sieglos. Dortmund hat als Tabellendritter der Fußball-Bundesliga ein Polster von vier Punkten auf den Fünften Bayer Leverkusen. Vor 41.000 Zuschauern brachte Nationalspieler Marco Reus (19. Minute) den BVB in Führung, bevor Thomas Delaney unmittelbar vor der Pause (45.) ausglich.

Nach den beiden schmerzhaften Niederlagen in München (0:6) und auf Schalke (0:2) verpassten die Borussen damit in der Fremde eine weitere Chance auf einen Big Point. „Die Leistung war in Ordnung, wir hätten gerne den Dreier mitgenommen“, kommentierte Torschütze Reus. „Wir haben es einfach nicht geschafft, das zweite Tor zu schießen“, sagte Dortmunds Julian Weigl und forderte: „Wir müssen jetzt einfach im nächsten Spiel gewinnen.“ Mit einem Heimsieg gegen die abstiegsbedrohten Mainzer kann der BVB in der kommenden Woche das Königsklassen-Ticket lösen.

Die Gastgeber aus Bremen, die dank einer Niederlage des VfL Wolfsburg seit Samstag auch rechnerisch gerettet sind, wahrten eine beeindruckende Heimserie: Das 1:1 gegen Dortmund war die elfte Heimpartie in Folge ohne Niederlage. Kapitän Zlatko Junuzovic lobte vor allem seinen Schlussmann Jiri Pavlenka, der mehrfach Dortmunder Treffer verhinderte. „Er hält einfach die Unhaltbaren“, sagte Junuzovic. „In der Form ist er einfach unglaublich und extrem wichtig für uns.“

Stöger verzichtete in seinem womöglich drittletzten Spiel als BVB-Coach erneut auf Kapitän Marcel Schmelzer, der wie schon beim furiosen 4:0 gegen Leverkusen vom Schweizer Manuel Akanji vertreten wurde. Anders als in der Vorwoche sah Schmelzer diesmal aber von der Bank zu, wie seine Teamkollegen von Außenseiter Bremen früh gestört und unter Druck gesetzt wurden. Junuzovic (6.) und Ludwig Augustinsson (8.) hatten im 100. Bundesliga-Duell der beiden Teams erste Schusschancen, verfehlten aber klar.

Erst nach einer Viertelstunde stabilisierten sich die Dortmunder und zeigten die erwartete Ballsicherheit im Spiel nach vorne. Den ersten wuchtigen Flachschuss von BVB-Spitze Maximilian Philipp (15.) konnte Bremens Torwart Pavlenka noch entschärfen, bei Reus' trockener und platzierter Direktabnahme ins linke Toreck war er dann einmal machtlos. 

Der Mut der Gastgeber blieb, Roman Bürki und die BVB-Abwehr mussten sich gegen die forschen und extrem laufstarken Bremer um Stürmer Max Kruse immer wieder beweisen. Kurz vor der Pause köpfte den Ausgleichstreffer. Schon in der Hinrunde hatte Werder den BVB mit einem 2:1 überrascht. Nach dieser Partie trennte sich die Borussia von ihrem damaligen Coach Peter Bosz.

Auch nach der Pause waren die Bremen zunächst ein ebenbürtiger  Gegner. Coach Kohfeldt war mit dem Punkt nicht zufrieden, er ließ Werder attackieren. Maximilian Eggestein hatte gleich mehrere Schusschancen, scheiterte aber immer wieder. 

Dann kam der BVB noch mal stark auf, vergab aber viele Chancen. Reus traf den Pfosten (66.), Akanji (69.) und Jadon Sancho (80.) jeweils die Latte. Auch Werder wurde immer wieder gefährlich, verpasste bei seinen Gelegenheiten aber den glücklichen Siegtreffer.

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