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Baby Max kam unerwartet und schnell zur Welt

Überraschender Nachwuchs

Max ist erst drei Wochen alt. Aber er ist von der ganz schnellen Sorte: Gerade einmal acht Minuten brauchte er, um auf die Welt zu kommen - zu Hause im Badezimmer. Und das war für Mama Svenja Fischer (28) definitiv zu schnell. Sie erfuhr überhaupt erst am selben Tag, dass sie schwanger ist.

HERBEDE

von Von Martina Niehaus

, 06.03.2012

Als die Wehen am frühen Abend so plötzlich und heftig einsetzten, wollte Ehemann Alexander eigentlich gerade zu einer Weiberfastnacht-Party gehen. Stattdessen wählte er den Notruf. Martin Opitz und Dirk Klaus hatten an diesem Abend Dienst beim DRK. „Wir haben uns sofort auf den Weg gemacht“, erinnert sich der 38-jährige Rettungssanitäter Dirk Klaus. „Von der Rettungswache am Sportplatz bis zur Familie Fischer sind es nur wenige Minuten.“ Für den schnellen Max reichten diese wenigen Minuten nicht aus: Um 18.15 Uhr rückten die Sanitäter aus, um 18.23 Uhr war der Kleine schon da.

„Als ich sah, wie die beiden die Einfahrt runterkamen, schrie ich, dass der Kopf schon draußen ist“, so Alexander Fischer. Martin Opitz kam gerade noch rechtzeitig ins Bad, um das Baby „aufzufangen“. Der 26-Jährige ist schon seit fast zehn Jahren beim Deutschen Roten Kreuz dabei. So etwas hat er aber noch nie erlebt. „Im Fahrzeug habe ich schon zweimal bei Geburten geholfen. Aber das war eine vollkommen andere Situation.“ Auch Dirk Klaus, der immerhin seit zwei Jahrzehnten dabei ist, hat bei den Fischers seine erste Hausgeburt miterlebt. Er grinst: „Zum Glück lief alles ab wie im Lehrbuch.“ Und ganz lehrbuchmäßig war Papa Alexander zur Stelle, um die Nabelschnur durchzuschneiden. „Das ist schließlich mein Job“, lacht der 35-Jährige. Er muss es wissen: Max ist das dritte Kind der Fischers. Das Ehepaar hat bereits die vierjährige Tochter Kayleigh und den 16 Monate alten Luke.

Max kam nämlich nicht nur schnell, sondern auch unerwartet zur Welt. Seine Eltern erzählen es ganz beiläufig und gelassen: „Dass ich schwanger bin, habe ich erst an dem Morgen erfahren, kurz bevor Max geboren wurde“, so Svenja Fischer. Wegen Verdauungsproblemen war sie zum Arzt gegangen. Seine Diagnose: „Sie sind schwanger. Weit über dem achten Monat.“ Sofort rief Svenja ihren Mann an. Der war erst mal „wie vor den Kopf geschlagen“. Für den nächsten Tag war dann ein genauerer Untersuchungstermin angesetzt. Doch dazu kam es ja nicht mehr. „Anstelle von acht oder neun Monaten hat meine Schwangerschaft acht Stunden gedauert“, lacht Svenja Fischer. Als Max zur Welt kam, war die Familie zu Hause. Oma und Opa waren zu Besuch und konnten so auf die Geschwister aufpassen. Kayleigh reagierte gelassen: Sie suchte den Namen für ihren neuen Bruder aus.