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„Bachelor in Paradise“ oder: Die Insel der Ungeliebten

Stuttgart. Solarien, Muckibuden und Tattoostudios dürften hierzulande wochenlang leer stehen: RTL schickt Kandidaten, die bei den Kuppelshows „Der Bachelor“ und „Die Bachelorette“ niemanden abbekamen, auf eine Insel. Nicht alle Teilnehmer freuen sich über das Wiedersehen.

Wenn zwei Dutzend Singles zusammen auf eine Insel in Thailand geschickt werden, nennt RTL das „Bachelor in Paradise“. Für manche könnte das vermeintliche Paradies wohl eher zur Hölle werden.

Auf Ko Samui treffen nämlich nicht irgendwelche Singles aufeinander. Es sind all diejenigen, die bei den Kuppelshows „Der Bachelor“ oder „Die Bachelorette“ leer ausgegangen sind.

Ein kleiner Vorgeschmack: Gleich fünf Kandidaten auf der Insel der Ungeliebten konkurrierten einst um dieselbe Frau - und eine Teilnehmerin schlug auch schon mal zu, als sie verschmäht wurde. Von diesem Mittwoch (20.15 Uhr) an ist diese Mischung bei RTL zu sehen.

„Man kennt sich, hasst sich und kann sich schon seit der gemeinsamen Staffel nicht ausstehen“, beschreibt ein Kolumnist der Zeitschrift „Glamour“ die Zusammensetzung. Und: „RTL hat seine Asservatenkammer geöffnet und noch mehr Trash-TV-Zombies entlassen, um das Fernsehpublikum endgültig auf den geistigen Stand eines in der Sonne dahinschimmelnden Sangria-Eimers zu dezimieren.“

Offenbar hält der Kölner Privatsender all die übrig Gebliebenen nur in homöopathischen Dosen für zumutbar. Zunächst werden nämlich nur 14 Singles zusammengebracht. Erst nach und nach dürfen weitere dazukommen - aber nur, wenn andere gegangen sind. Wer von Anfang an durchhält, ist sechs Wochen lang auf den Bildschirmen zu sehen; so lange läuft die Show diesmal im Fernsehen.

Einen zweiten Anlauf nimmt unter anderem Johannes Haller vom Bodensee. Der Schwabe mit den Segelschuhen und den blondierten Haaren bekam 2017 von Bachelorette Jessica Paszka im Finale keine Rose mehr. Zumindest seine Berufe könnten die eine oder andere Dame locken: RTL beschreibt ihn als Jacht-Verkäufer und Dessous-Designer.

Auch Carina Spack aus der jüngsten „Bachelor“-Staffel will es noch einmal wissen. Die 21-Jährige glänzte damals beim sogenannten Dreamdate vor allem damit, dass sie beim Anblick eines Tempels fragte: „Das wird aber noch gemacht, oder?“

Manche Teilnehmer dürften aber selbst den treuesten Fans von „Der Bachelor“ und „Die Bachelorette“ nichts mehr sagen. Oder wer erinnert sich noch an Ela Tas? „In der Bachelor-Staffel 2014 machte die 25-Jährige besonders durch eine Szene auf sich aufmerksam“, verrät RTL. „Sie lief gegen eine Glasschreibe.“ Na dann.

Die Hoffnung, statt gegen eine Glasscheibe auch mal gegen den Körper von einem der waschbrettbäuchigen Männer zu prallen, hat die 25-Jährige offenbar nicht aufgegeben. RTL sagte sie: „Mich kann man gut mit Charakter beeindrucken.“ Ob sie in dieser Show richtig ist?

Immerhin darf sie diesmal auch selbst Rosen verteilen. Bei „Der Bachelor“ und „Die Bachelorette“ vergibt ein Single Rosen an die Kandidaten, die eine Runde weiter sind. In dem neuen Format sollen Männer und Frauen abwechselnd im Wochentakt Rosen verteilen. Wer leer ausgeht, muss abreisen. Dafür kommen allerdings neue Kandidaten nach.

Zwei von ihnen werden wohl nicht zusammenfinden: Neben Ex-„Bachelor“ Oliver Sanne ist nämlich eine der Damen dabei, der er damals keine Rose mehr gab: Pamela Gil Marta. „Auf den Oli könnte ich im Paradies verzichten“, wird sie von RTL zitiert.

Mehr Angst könnte der Rosenkavalier aber vor Yeliz Koc haben: Die 24-Jährige ohrfeigte Bachelor Daniel Völz, weil der ihr keine Rose gab. Nun beteuert sie: „Die Männer müssen im Paradies keine Angst vor mir haben.“ Ganz ungeschützt lässt RTL die Singles diesmal ohnehin nicht aufeinander los: Ein Moderator soll ihnen zur Seite stehen.

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