Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bärin «Franzi» hat endlich Erde unter den Tatzen

Bad Füssing (dpa) Nach jahrzehntelanger Gefangenschaft auf vier Quadratmeter Betonboden hat die 25 Jahre alte Bärin «Franzi» auf dem neuen Gnadenhof für Bären im niederbayerischen Bad Füssing endlich weiche Erde unter den Tatzen.

/
Endlich frei - Franzi verlässt die Außenbox des Gnadenhofs für Bären in Bad Füssing. (Bild: dpa)

Zum ersten mal in ihrem Leben macht die Braunbärin einen Schritt auf natürlichem Boden. (Bild: dpa)

Mediziner und Pfleger haben Franzi aus einer Privathaltung in Kroatien befreit. (Bild: dpa)

Die Bärin durchwatet einen Teich auf dem naturnahen Freigelände. (Bild: dpa)

Der Gnadenhof für Bären wurde von der Gewerkschaft für Tiere auf einem ehemaligen Gelände der Bundeswehr errichtet. (Bild: dpa)

Einen Monat nachdem die Braunbärin von Medizinern und Pflegern aus einer Privathaltung in Kroatien befreit wurde, machte das psychisch schwer gestörte Tier die ersten zögerlichen Schritte ihres Lebens in die Natur. In Kroatien hatte «Franzi» auf dem nackten Beton dahinvegetieren müssen, berichtete Parkleiter Adelward Niederhofer.

Nach vierwöchiger Eingewöhnungszeit in einer Beobachtungsbox kam «Franzi» jetzt in das großzügige Eingewöhnungsgehege. Nachdem sie erst 20 Minuten zögerte, durchwatete sie dann sogar einen Teich in der Anlage und suchte nach Brot, das Pfleger auf dem naturnahen Freigelände für sie versteckt hatten. Ein zweiter Bär, der zusammen mit der ursprünglich aus Rumänien stammenden «Franzi» in Kroatien eingesperrt war, konnte wegen eines schweren Herzschadens nicht mehr nach Deutschland transportiert werden, bedauerte Niederhofer.

Der Gnadenhof für Bären wurde von der Gewerkschaft für Tiere - einem gemeinnützigen Verein - auf einem ehemaligen Gelände der Bundeswehr errichtet und hat etwa 110 000 Quadratmeter Fläche. Der Verein war 1993 von dem Münchner Rechtsanwalt und Fernsehmoderator Andreas Grasmüller gegründet worden. «Das unerträgliche Schicksal von Bären, vor allem in Osteuropa», hatte die Helfer nach eigenen Angaben bewegt, speziell für diese Tiere eine Zufluchtsstätte zu errichten. Gleich zur Eröffnung Anfang August war «Franzi» als erster Gast in die niederbayerische Bärenpension eingezogen.

Gewerkschaft für Tiere: www.gewerkschaft-fuer-tiere.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Tier und Natur

Rassentauben oder Brieftauben züchten

Nürtingen (dpa/tmn) Taube ist nicht gleich Taube: Mehr als 350 Rassen gibt es in Deutschland. Entscheiden müssen sich Halter als erstes zwischen Rasse- oder Brieftaube. Für letztere ist eine penible Haltung besonders wichtig, damit die Tiere in Topform sind.mehr...

Leben : Tier und Natur

Der Tasmanische Teufel kämpft ums Überleben

Port Arthur (dpa) Stirbt nach dem Tasmanischen Tiger auch der Tasmanische Teufel aus? Ohne menschliche Hilfe wahrscheinlich schon. Durch eine ansteckende Krebsart ist der Bestand der Beuteltiere bereits enorm dezimiert. Doch es gibt Hoffnung.mehr...

Leben : Tier und Natur

Leuchtende Halsbänder schützen Hunde im Dunkeln

Berlin (dpa/tmn) Abends noch mal raus: Hunde lieben ihre Gassirunden auch im Dunkeln. Damit man die Tiere gut erkennt, sollten sie Leuchthalsbänder tragen. Wollen sich Hundehalter eins zulegen, sollten sie bei der Wahl gut aufpassen.mehr...

Leben : Tier und Natur

Hund entlaufen: Am Ort des Verschwindens warten

Hamburg (dpa/tmn) Nehmen Hunde die Fährte von Wild oder einer Hündin auf, gibt es für sie oft kein Halten mehr. Doch wie verhalten sich Halter am besten, wenn ihr Tier aus diesem Grund entläuft?mehr...

Leben : Tier und Natur

Hauskuh Kelly schaut gern Fernsehen im Stall

Rechtsupweg (dpa) Eine Hauskuh, die nicht mehr ins Haus kommt: Ein Paar in Ostfriesland scheut keinen Aufwand, damit es dem Tier trotzdem gut geht. Das Hobby ist jedoch recht kostspielig.mehr...

Leben : Tier und Natur

Igel finden draußen noch genug Futter

Oldenburg (dpa/tmn) Viele Menschen helfen oder füttern Igel, wenn der Herbst beginnt. Dies ist aber nur bei verwaisten Jungtieren oder offensichtlich verletzten Tieren notwendig. Wer Igeln helfen will, kann einfach einen Laubhaufen in seinem Garten lassen oder eine Igelburg bauen.mehr...