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Bahn: Hoffnung auf ein Ende des Tarifkonfliktes

BERLIN Im monatelangen Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL gibt es wieder Bewegung. Heute wollen sich Bahnchef Hartmut Mehdorn und der GDL-Vorsitzende Manfred Schell an einem geheimen Ort über einen Ausweg aus dem festgefahren Konflikt sprechen.

Bahn: Hoffnung auf ein Ende des Tarifkonfliktes

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Sie hatten sich bereits am Montag mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in Berlin getroffen. Tiefensee sagte am Montagabend, Mehdorn habe zugesagt, ein neues Angebot vorzulegen. Ziel sei, eine Verhandlungsgrundlage zu schaffen, die es der GDL ermögliche, weitere Streiks auszusetzen. Er sei „sehr, sehr vorsichtig optimistisch“, dass es möglich sein könnte, eine solide Basis für den Beginn von Verhandlungen zu finden, sagte Tiefensee. Grundlage der Gespräche sei das Kompromisspapier der Vermittler Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf (beide CDU), das einen Rahmen für einen eigenen Tarifvertrag innerhalb eines einheitlichen Tarifwerkes im Konzern vorzeichne.Tiefensee: Schell muss Gesamtgefüge sehen Tiefensee fügte hinzu: „Herr Schell ist gebeten, das Gefüge insgesamt zu sehen.“ Mehdorn sei aufgefordert, ein tragfähiges Angebot zu machen, „und das muss sich natürlich unterscheiden von dem, was bisher auf dem Tisch liegt“, sagte der Minister, der an dem Gespräch nicht teilnimmt. Ein endgültiges Ergebnis sei am Dienstag allerdings noch nicht zu erwarten. GDL-Funktionäre bleiben skeptisch Führende GDL-Funktionäre haben wenige Stunden vor dem geplanten Treffen die Bahn-Spitze vor Tricksereien gewarnt. Wie die „Bild“- Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Mitglieder des GDL- Hauptvorstands berichtet, ist die Skepsis in Bezug auf das angekündigte neue Tarifangebot von Bahn-Vorstandschef Hartmut Mehdorn groß. Mehrere Mitglieder warnten Mehdorn demnach vor einer „erneuten Mogelpackung“. Bedingung für neue Verhandlungen müsse das Angebot eines eigenständigen Tarifvertrags für die Lokführer sein. Sollte es ein entsprechendes Angebot nicht geben, sei zügig mit neuen Streiks zu rechnen. „Die Streikbereitschaft der Lokführer ist weiter hoch“, zitiert das Blatt zwei GDL-Vorstandsmitglieder.Lokführer wollen mindestens 10 Prozent mehr Gehalt Bahn-Personalvorstand Margret Suckale hatte Schell am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“ neue Verhandlungen auf Grundlage des bestehenden Angebots vom Oktober vorgeschlagen. Es enthält außer der Übernahme des Tarifabschlusses mit Transnet und GDBA zusätzliche Verdienstmöglichkeiten durch Mehrarbeit und günstigere Dienstpläne. Bislang beharrt die GDL auf einem eigenständigen Tarifvertrag und verlangt Einkommensverbesserungen von mindestens 10 Prozent.

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