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Lokführerstreik

Bahn-Vorstand: Streiks an der Grenze zur Irrationalität

Frankfurt/Berlin Die Lokführergewerkschaft GDL hat bekräftigt, ihren Streik bis Montagmorgen durchziehen zu wollen. Kritik an dem Streik kommt von Bahn-Vorstand Ulrich Weber und vom Handelsverband.

Bahn-Vorstand: Streiks an der Grenze zur Irrationalität

Für viele Reisende heißt es an diesem Wochenende: Abwarten.

Eine hohe Beteiligung der Lokführer und zahlreiche Zugausfälle zeigten, dass das Zugpersonal in dieser Auseinandersetzung fest zusammen stehe, teilte GDL-Chef Claus Weselsky am Samstag in Frankfurt mit. Die Bahn halte indes weiter daran fest, Verhandlungen unter Vorbedingungen zu führen, die für die GDL unannehmbar seien. Die Gewerkschaft werde daher «nicht eher ruhen, bis der Arbeitgeber die Forderungen des Zugpersonals endlich ernst nimmt und verhandelbare Angebote vorlegt».

Die Bahn dringt indes darauf, mit der GDL über ihre Vorschläge vom Freitag zu verhandeln. «Wir haben ein Angebot gemacht, dieses Angebot ist auch neu», sagte ein Bahn-Sprecher. Die GDL habe es jedoch abgelehnt, «ohne mit uns auch nur eine Minute darüber zu sprechen». Das zeige, dass es der Lokführergewerkschaft «nur auf Macht und Einfluss» ankomme. Das Angebot vom Freitag sieht für die Lokführer eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt 5 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 30 Monaten vor.

Frankfurt/NRW Die Züge stehen still: vom frühen Samstagmorgen ab 2 Uhr bis Montagmorgen um 4 Uhr streiken die Lokführer. Reisende, die mit der Bahn fahren wollten, müssen also umdenken. Welche Alternativen es gibt und was Sie tun müssen, um ihre Fahrkarte erstattet zu bekommen, erfahren Sie hier.mehr...

Vorbedingung der GDL für Tarifgespräche mit der Bahn ist es, neben den Lokführern auch für das übrige Zugpersonal wie Zugbegleiter oder Bordgastronomen zu verhandeln. Für diese Berufsgruppen führt jedoch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG federführend die Gespräche.

Unterdessen hat Bahn-Vorstand Ulrich Weber hat den Streikaufruf der Lokführergewerkschaft GDL scharf kritisiert. «So kurzfristig und in dieser Dimension sind die Streiks völlig verantwortungslos und an der Grenze zur Irrationalität», sagte der Manager der «Bild». Weber kritisierte, dass sich die Gewerkschaft trotz des jüngsten Tarifangebots «keinen Millimeter» bewege. Auch der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, kritisiert die GDL für ihre Streiks. Er sagte der Zeitung: «Das ist eine riesengroße Verantwortungslosigkeit der GDL. Wenn die Kunden weg bleiben und die Ware nicht ankommt, weil die Bahn nicht fährt, ist das eine absolute Katastrophe für unsere Unternehmen und Beschäftigten.» Sanktjohanser warnte, es könne zu erheblichen Lieferverzögerungen kommen.

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