Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Plus 1,9 Prozent

Bahn erhöht Ticketpreise im Regionalverkehr

BERLIN Bahnfahrer müssen auf kurzen Strecken künftig mehr bezahlen, im Fernverkehr bleiben die Preise dagegen zumindest in der zweiten Klasse stabil. Durch die Fernbus-Konkurrenz ist der Wettbewerb schärfer geworden.

/
Lediglich in der zweiten Klasse im Fernverkehr bleiben die Bahnpreise unverändert.

Die Bahn erhöht die Ticketpreise.

Die Deutsche Bahn lässt die Fahrpreise in der zweiten Klasse des Fernverkehrs unverändert, dreht aber im Regionalverkehr an der Preisschraube. Im gesamten Regionalverkehr werden Fahrkarten im Dezember um 1,9 Prozent teurer. In der ersten Klasse des Fernverkehrs kosten Tickets dann 2,9 Prozent mehr, wie Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg am Montag in Berlin ankündigte.

Fahrgäste im ICE können dann in der ersten Klasse über WLAN kostenlos im Internet surfen. In der zweiten Klasse werde das kostenlose WLAN voraussichtlich 2016 eingeführt. Kunden, die mit Kreditkarte und dem Internet-Bezahldienst PayPal bezahlen, müssen dafür künftig eine Gebühr entrichten.

BERLIN Zum Fahrplanwechsel der Bahn am 14. Dezember ändert sich bei den Preisen für Fernzugreisen in der 2. Klasse nichts - sonst aber einiges. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Neuerungen.mehr...

Die Bahn erhöht die Ticketpreise damit trotz steigender Energie- und Personalkosten deutlich langsamer als in den Vorjahren. Als einen Grund nannte Homburg die Konkurrenz durch Fernbusse. „Wir wollen unseren treuen Kunden zeigen, dass wir schon mitbekommen haben, dass die Wettbewerbssituation eine andere ist.“ Die Bahn werde sich aber nicht auf einen Preiskampf einlassen.

Im Fernverkehr steht die Bahn unter wachsendem Druck der Fernbusse, die häufig zwar langsamer, aber meistens zu niedrigeren Fahrpreisen ans Ziel kommen. Homburg musste im Sommer zugeben, die neue Konkurrenz unterschätzt zu haben, als Anfang 2013 der Markt für Busstrecken über 50 Kilometer geöffnet wurde. Die Bahn-Fahrpreise waren in den vergangenen Jahren unterm Strich regelmäßig stärker gestiegen als die Teuerungsrate, was meistens mit höheren Energie- und Personalkosten begründet wurde. Schon 2013 aber erhöhte der Konzern im Fernverkehr mit einem Zuschlag von 1,3 Prozent schwächer als im Regionalverkehr, wo Fahrkarten 2,9 Prozent teurer wurden.

Kurz nach der diesjährigen Preisrunde drohen Fahrgästen wieder Streiks. Die Tarifverhandlungen der Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) waren am vergangenen Donnerstag gescheitert. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Außerdem will sie auch für andere Berufsgruppen bei der Bahn verhandeln dürfen, die bisher von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertreten werden. Die Mitglieder der GDL sind zu einer Urabstimmung über weitere Streiks aufgerufen. Am Donnerstag (2.10.) will die GDL das Ergebnis Abstimmung bekanntgeben. Der „Bild“-Zeitung (Samstag) sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky: „Die Beteiligung ist überwältigend. Das heißt: Die Mitglieder stehen voll hinter uns.“ 

/
Lediglich in der zweiten Klasse im Fernverkehr bleiben die Bahnpreise unverändert.

Die Bahn erhöht die Ticketpreise.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr

Frankfurt/Main (dpa) An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.mehr...

Wirtschaft

Hochtief im Rennen um Mautstraßen-Betreiber Abertis

Essen (dpa) Finanzieller Kraftakt für Hochtief: Mit einer 17-Milliarden-Offerte geht das Essener Unternehmen ins Rennen um den spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis. Konzernchef Fernandez Verdes sieht bei einem Zusammenschluss nur Vorteile für beide Unternehmen.mehr...

Wirtschaft

Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin

Berlin (dpa) Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich nicht - das bringt ihm Kritik ein.mehr...

Wirtschaft

Neue Fristen für rückwirkende Kindergeldanträge ab 2018

Berlin (dpa/tmn) Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden. Doch nicht immer wissen Eltern das. Ab dem kommenden Jahr sollten sie sich über die Voraussetzungen schnell informieren. Denn für rückwirkende Anträge bleibt dann weniger Zeit.mehr...

Wirtschaft

Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung

New York (dpa) Der US-Milliardär George Soros spendet regelmäßig immense Summen für wohltätige Zwecke. Nun soll der Hedgefonds-Guru den Riesenbetrag von 18 Milliarden Dollar gestiftet haben. Was verbirgt sich dahinter?mehr...

Wirtschaft

GfK: Franzosen und Briten mit mieser Konsumlaune

Nürnberg (dpa) Der "Macron-Effekt" in Frankreich scheint verpufft, die Konsumlaune ist nach einem kurzen Hoch stark rückläufig. In Großbritannien drückt der ungewisse Ausgang der Brexit-Verhandlungen auf die Stimmung. Und in Deutschland zeigt das Konsumbarometer unerwartete Ausschläge an.mehr...