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Bahn investiert 600 Millionen Euro in Flüsterbremsen

DÜSSELDORF Die Bahn will mit Bundesmitteln aus dem Börsengang lärmgeplagten Anwohnern an Güterstrecken helfen. Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch bezifferte den Bedarf auf rund 600 Millionen Euro. Damit sollen 200 000 Güterwaggons mit Flüsterbremsen ausgestattet werden. In NRW investiert die Bahn dieses Jahr 15 Millionen Euro in Lärmschutz.

Bahn investiert 600 Millionen Euro in Flüsterbremsen

Die Glasfassade des Bahn-Towers am Potsdamer Platz in Berlin.

600 Millionen Euro. Das ist die Summe, mit denen vielen lärmgeplagten Bürgern an deutschen Bahnstrecken geholfen werden könnte. Ihre Zahl steigt ständig. Denn der Güterverkehr auf der Schiene entwickelt sich auch dank gestiegener Energiepreise zum immer lukrativeren Geschäft für die Logistik-Branche des Konzerns. Und das bekommen nicht zuletzt die Menschen in NRW zu spüren: „Besonders auf der Rheintrasse hat der Güterverkehr stark zugenommen“, so Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch im Gespräch mit diesem Online-Dienst. Aber auch auf anderen Trassen müssen Anwohner, die früher nur ab und zu mal durch quietschende Bremsen oder ratternde Züge gestört wurden, nun deutlich öfter die Störung vor allem ihrer Nachtruhe hinnehmen.

Alle Güterwaggon-Neuanschaffungen der Bahn besitzen bereits sogenannte K-Sohlen, eine Bremse mit einem Belag aus einem speziellen Werkstoffgemisch, umgangssprachlich Flüsterbremse genannt. Durch diese Maßnahme kann das Geräusch eines Wagens um bis zu 10 dB(A) gesenkt werden, was einer wahrgenommenen Halbierung des Lärms entspricht. Schon seit 2001 beschafft Railion, die Güterbahn der DB, neue Wagen grundsätzlich mit der K-Sohle. Bis heute sind über 3300 lärmarme Güterwaggons im Einsatz. Im Vergleich zu den insgesamt rund 200 000 Waggons bundesweit eine geringe Zahl. „Sollten die Erlöse aus dem Börsengang wie erwartet ausfallen, hoffen wir, dass der Bund aus seinen Mitteln Gelder für dieses Projekt bereitstellt“, sagte Rausch.

Am Freitag gab die Bahn weiter bekannt, dass dieses Jahr in NRW 15 Millionen Euro aus Bundesmitteln in passive Maßnahmen, also Schallschutzfenster und -wälle investiert werden. Das ist mehr als doppelt soviel wie 2007. 1,7 Millionen Euro sollen für Fenster in 1400 Wohnungen ausgegeben werden. Begonnen wurde damit bereits in Oberhausen und Duisburg. Schutzwände sind derzeit in Aachen und Duisburg in Bau. Bis 2020 sollen die Maßnahmen in NRW abgeschlossen sein und alle Regionen Lärmschutz bekommen. Ziel sei, so ein Bahnsprecher, die Geräuschentwicklung an den Strecken um die Hälfte zu senken.

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