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Bastürk auch beim VfB vor schwieriger Saison

Stuttgart (dpa) Am liebsten möchte sich Yildiray Bastürk im Verein all den Frust über seine verpasste Europameisterschafts- Teilnahme von der Seele spielen, doch auch beim VfB Stuttgart steht der Mittelfeldspieler vor einer schwierigen Saison.

Bastürk auch beim VfB vor schwieriger Saison

Yildiray Bastürk beim Laktat-Test.

Obwohl die Situation beim Bundesligisten für den Spielgestalter seit der Verpflichtung von Jan Simak komplizierter geworden ist, versucht Bastürk die positiven Aspekte seiner überraschenden EM-Ausbootung durch den türkischen Fußball-Nationaltrainer Fatih Terim zu sehen. «Durch mein Fehlen bei der EM hatte ich sieben Wochen Vorbereitung, das war vielleicht vor zehn Jahren zuletzt der Fall», sagte Bastürk und hofft mit Schwung in die Spielzeit starten zu können.

Doch die Saison beginnt holpriger als sich der türkische Nationalspieler das vermutlich vorgestellt hat. Für die erste DFB- Pokalrunde beim FC Hansa Lüneburg hatte Bastürk wohl noch einmal auf eine Ausweitung seiner Spielzone gehofft - jetzt bleibt er mit Wadenproblemen in Stuttgart. «Er könnte eventuell spielen, aber dann lasse ich ihn lieber weg», sagte Trainer Armin Veh am Freitag über die Vorsichtsmaßnahme. Simak ist wegen einer Gelb-Roten Karte aus der Vorsaison gesperrt, so dass Bastürk seinen Platz im Zentrum sicher gehabt hätte. Allerdings hätte vermutlich auch ein fitter Bastürk dort nur für eine Partie gespielt.

VfB-Trainer Armin Veh setzte sein «400 000-Euro-Schnäppchen» Simak sowohl in den UI-Cup-Begegnungen gegen Saturn Ramenskoje als auch bei den Tests gegen den FC Arsenal und beim FC St. Pauli auf Bastürks Lieblingsposition hinter den Spitzen ein. Bastürk musste aus dem Zentrum nach außen rücken. Gegen Arsenal spielte er zwar in der Mitte und erzielte beim 1:3 das einzige VfB-Tor, aber er kam erst nach der Pause als Einwechselspieler für Simak.

Coach Veh hatte sich während der Vorbereitung mehr und mehr von Simak beeindruckt gezeigt und sich allem Anschein nach vorerst auf den 29-Jährigen als Chef im offensiven Mittelfeld festgelegt. «Er gehört für mich auch in der Bundesliga zu den besten Spielern», schwärmt Veh seit Wochen über den früher als Problemfall bekannten Simak. «Wenn er umsetzt, was er kann, ist er bei uns die Nummer 10.»

Eine Ankündigung, die der im Sommer 2007 aus Berlin zu den Schwaben gewechselte Bastürk gar nicht gerne hören dürfte. Zumal er nach einer verletzungsfreien und soliden Rückrunde in der vergangenen Spielzeit gehofft hatte, in seinem zweiten Jahr am Neckar richtig durchstarten zu können. Doch der Mann, der die Nummer 10 auf dem Trikot trägt, gibt sich gelassen. «Das macht mich nicht nervös, Konkurrenz hatte ich überall, wo ich gespielt habe», meinte der 46- malige türkische Nationalspieler, für den Stuttgart nach dem VfL Bochum, Bayer Leverkusen und Hertha die vierte Erstliga-Station ist.

Dank seiner Vielseitigkeit ist der aus Herne stammende Türke überzeugt, dass im VfB-Mittelfeld genug Platz für ihn und Simak ist. «Jan hat ja eigentlich nur die Option hinter den Spitzen. Er hat noch nie etwas anderes gespielt, glaube ich. Wenn wir es so spielen, dass ich wirklich halblinks spiele und nicht ganz links, ist das okay.» Kameradschaftliche Probleme mit seinem Konkurrenten um die vordere Position in der VfB-Raute befürchtet Bastürk ohnehin nicht: «Wir haben schon in Leverkusen zusammen gespielt und uns ganz gut verstanden. Ich sehe da keine Probleme.»

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