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Bauarbeiten begonnen / Fahrstreifen gesperrt

Castroper Straße

BOCHUM Auf der Castroper Straße wird seit dieser Woche gebaut. Sicherlich sind die Kanalarbeiten dringend notwendig. Doch dass für vier Monate nur noch ein Fahrstreifen befahrbar ist, stößt auf wenig Gegenliebe. Vor allem die Inhaber von Geschäften sorgen sich um ihr Überleben. Sie fordern Schichtdienst.

von Von Wiebke Plöger und Thorben Sommer

, 04.08.2010

„Der Verkehr kann damit Leben, aber die Geschäfte nicht“, findet Jork Kadura. Der Inhaber der Storchen-Apotheke ist sich sicher, dass er Umsatz einbüßen wird. „Die Geschäfte an der Herner Straße sind durch monatelange Bauarbeiten an den Rand des Ruins getrieben worden“, erzählt er. Ständig hätten sich dort die Arbeiten zudem verzögert. Das gleiche befürchtet er für die Castroper Straße.

„Na ja, mal sehen wie die Stadt die Arbeiten organisiert. Bislang kann man noch nicht viel erkennen“, sagt er. Der Apotheker steht vor seinem Geschäft und schaut die Castroper Straße rauf und runter: „Nichts“, sagt er und zuckt mit den Schultern, „mittags um halb eins tut sich hier nichts.“ Jork Kadura fragt sich, warum nicht im Schichtdienst gearbeitet wird. „Nächstes Jahr kommen weitere Bauarbeiten auf uns zu“, erzählt der Apotheker und zeigt auf die andere Straßenseite, „die vier Häuser sollen abgerissen werden. Ich frag mich, warum man das nicht zusammenlegen konnte.“ Gegenüber der Apotheke steht der Polizist Wolfgang Riebe und hilft den Autofahrern sich an die neue Verkehrssituation zu gewöhnen. „Viele sehen nicht, dass hier nur noch Tempo 30 erlaubt ist“, erklärt er. Ein Problem sei auch, dass viele Autofahrer auf den Schienen fahren, obwohl die Fahrspur für Autos gesperrt ist. „Meistens reicht es, wenn ich hier stehe. Viele Autofahrer fahren schon langsamer, wenn sie mich von weitem sehen“, sagt der Bezirksbeamte und lächelt. Die Bauarbeiter seien jedenfalls ganz froh, dass er Präsenz zeige.

Einige Meter weiter sitzt Hans-Jürgen Seydel in seinem Bagger und hebt neue Kanäle für die Sanierung aus. Alle fünf bis sieben Meter macht er das. „Die alten Rohre sind über hundert Jahre alt und müssen ausgetauscht werden“, erzählt der Polier. Die Anwohner hätten kein Problem mit den Arbeiten und an die geänderte Straßenführung hätten sie sich auch schnell gewöhnt. „Wenn man miteinander spricht, dann geht alles“, findet er. Die Bogestra hat sich erst einmal die Haltestelle am Rewirpower Stadion vorgenommen. „Wir erneuern die Anmeldekontakte für die Bahn“, erklärt Michael Mehnert von der Zugsicherung. Dafür werden Signalschleifen unter den Schienen angebracht. Ende der Woche sollen diese Arbeiten beendet sein.