Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bauern machen nach Krisenjahren wieder mehr Gewinn

Berlin. Die Einkommen vieler Landwirte waren bedrohlich gesunken - nun ist der Abwärtstrend gestoppt. Nicht auf allen Höfen wird aufgeatmet.

Bauern machen nach Krisenjahren wieder mehr Gewinn

Ein wichtiges Thema für viele Landwirte ist der Unkrautvernichter Glyphosat. Foto: Federico Gambarini

Die deutschen Bauern machen nach zwei Krisenjahren wieder mehr Gewinn und hoffen auf eine weitere leichte Erholung. Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2016/17 stieg das Unternehmensergebnis im Schnitt um gut ein Drittel auf 56 800 Euro, wie der Bauernverband in Berlin mitteilte.

Davon sind aber noch Investitionen zu finanzieren. Vor allem für Milchbauern und Schweinehalter verbesserte sich die Situation, während Ackerbauern zumindest das Minus stoppen konnten. Zuvor waren die Einkommen der Bauern angesichts niedriger Weltmarktpreise für wichtige Produkte zwei Jahre in Folge gesunken.

Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von einer Normalisierung der Lage. „Die zwei Krisenjahre scheinen allmählich überwunden zu sein.“ Die Hoffnungen für die kommenden Monate lägen jetzt auf stabilen europäischen und internationalen Agrarmärkten.

Bei den Auswirkungen auf die Verbraucher sei davon auszugehen, dass die auf längere Sicht „relativ stabilen Preise“ für Lebensmittel bestehen bleiben. Zuletzt waren etwa Butter und Milchprodukte teils spürbar teurer geworden.

Am deutlichsten erholten sich die Ergebnisse bei Schweine- und Geflügelhaltern. Im Schnitt konnten sie den Gewinn auf 85 100 Euro je Betrieb sogar mehr als verdoppeln - vor allem wegen deutlich höherer Preise für Schlachtschweine und Ferkel. Auch die lange von niedrigen Preisen getroffenen Milchbauern verbuchten nun ein Gewinnplus von 41 Prozent auf 56 100 Euro. Bei Ackerbauern legte das Ergebnis nach zwei Minusjahren immerhin um 0,6 Prozent auf 53 400 Euro zu.

Die Bilanz bezieht sich auf das Wirtschaftsjahr, das bis Ende Juni läuft. Ausgewertet wurden Jahresabschlüsse von 12 000 Betrieben.

Rukwied begrüßte das umstrittene Ja von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) zu einer weiteren Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat in der EU. Der Wirkstoff werde als „Werkzeug für bestimmte Situationen“ gebraucht, aber nicht grundsätzlich und jedes Jahr. In der geschäftsführenden Regierung wird über nationale Beschränkungen bei der Anwendung diskutiert.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Begrenzte Diesel-Fahrverbote geplant

Berlin/Stuttgart. Am Dienstag wollen die höchsten deutschen Verwaltungsrichter über die Zulässigkeit von Diesel-Fahrverboten entscheiden. Jetzt wird eine Initiative des Verkehrsministeriums bekannt, diese teils einzuführen. Ob Autofahrer und Städte so Sicherheit bekommen, ist ungewiss.mehr...

Wirtschaft

VW wendet Abgas-Prozess in den USA ab

Fairfax. Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im „Dieselgate“-Skandal verhindert. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725.000 Dollar geklagt hatte, wurde mit Zustimmung des zuständigen Richters beigelegt.mehr...

Wirtschaft

DGB-Chef fordert mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte

Berlin/Frankfurt. In den kommenden Wochen werden in vielen deutschen Betrieben neue Betriebsräte gewählt. Nach Ansicht der Gewerkschaften sind sie gerade wegen der Digitalisierung besonders stark gefordert.mehr...

Wirtschaft

BMW spielte falsche Abgas-Software auf 5er und 7er auf

München/Flensburg. BMW hat 11.700 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet. Das Programm sei für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, aber vor vier Jahren irrtümlich auch auf 5er und 7er BMW aufgespielt worden, sagte ein Sprecher in München.mehr...

Wirtschaft

Chinesischer Geely-Konzern größter Daimler-Einzelaktionär

Stuttgart/Peking. Bei der Konkurrenz von Volvo ist der chinesische Investor Geely schon länger in Boot. Nun kauft er sich beim deutschen Oberklasse-Autobauer Daimler ein - als größter Einzelaktionär. Was haben die Chinesen mit dem Investment vor, und was nützt es umgekehrt Daimler?mehr...

Wirtschaft

Volkswagen trotz Dieselkrise auf Rekordfahrt

Wolfsburg. Volkswagen und die Abgas-Affäre - das ist für viele Kunden wohl kein Thema mehr. Der Konzern manövriert sich scheinbar unerschütterlich durch die Dieselkrise und meldet Rekordergebnisse. Doch kann er „Dieselgate“ wirklich schon hinter sich lassen?mehr...