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Baustelle Schnettkerbrücke

Von Regenrückhaltebecken bis Taumittelsprühanlage

Der rote Bogen auf der Schnettkerbrücke steht seit knapp zwei Wochen – aber wie geht es auf dem und um das Bauwerk herum weiter? Die wichtigsten geplanten Maßnahmen im Überblick.

SCHÖNAU

von Von Benjamin Bluhm

, 22.09.2011
Baustelle Schnettkerbrücke

Schweißarbeiten am neuen roten Bogen der Schnettkerbrücke sind der Grund für die erneute Vollsperrung der B 1.

„Zuerst werden die Hängerstangen des Bogens mit den Querträgern verschweißt“, berichtet Bauleiter Michael Heun. Der Bogen wird der Brücke so noch mehr Stabilität verleihen – allerdings brauchen die Arbeiter für diese Maßnahme Ruhe. „Die Autos erzeugen auf der Brücke Schwingungen, deshalb werden die Arbeiten an voraussichtlich vier Wochenenden mit Vollsperrung durchgeführt“, sagt Heun. Von Freitag (14.10.), 20 Uhr bis Sonntag (16.10.) um 5 Uhr soll es die erste Sperrung geben.

Im Anschluss wird ein Regenrückhaltebecken eingerichtet. Unterhalb der „Achse 20“, also dem westlichen Fußpunkt des roten Bogens, soll ein Hohlraum den Wasserzufluss zur Emscher regulieren. Bei starken Regenfällen kann hier dann ein Teil gestaut werden, damit die Emscher durch den Zufluss von der Brücke nicht im nördlichen Bereich der Brücke über die Ufer tritt. „Bei einem möglichen Unfall, bei dem Öl austritt, könnte die schädliche Flüssigkeit in dem Becken aufgefangen werden“, erläutert Heun einen weiteren positiven Effekt. Da sich die Brücke durch die diversen Arbeiten noch um einige Zentimeter absenkt, wird mit der Errichtung der Lärmschutzwände an der öst-und westlichen Seite der Brücke frühestens im März 2012 begonnen. Um auf der Brücke selbst den Lärm zu reduzieren, sind durchsichtige Wände geplant.

Für Radfahrer sind vor allem die seitlichen Abschnitte der Brücke interessant: Der Radweg auf der südlichen Seite ist bereits fertig gestellt, wenn auch die Anfahrt aus Richtung Barop sehr holprig verläuft (siehe Artikel unten). Der nördliche Radweg (in Richtung Westen) über die Schnettkerbrücke wird dagegen aller Voraussicht nach im Februar 2012 freigegeben. Um den Zugang Richtung Dorstfeld und der Kleingartenanlage „Im Wiesengrund“ zu erleichtern, wird auf der Nordseite der Brücke, ungefähr auf mittlerer Höhe des Bogens, ein Treppenturm errichtet. Der Clou: Fahrradfahrer müssen ihr Gefährt nicht die Treppen herunter tragen, sondern können sie über eine Schiene nach unten schieben. Einer der letzten Punkte auf der Liste für das Jahr 2012 des zuständigen Betriebes Straßen.NRW ist der bau einer Taumittelsprühanlage. Deren Zentrum wird auf der nordöstlichen Seite der Brücke entstehen, direkt hinter der dann schon vorhandenen Lärmschutzwand. „Brücken kühlen von oben und unten aus und sind deshalb besonders anfällig für Schnee und Eis“, belegt Heun die Notwendigkeit einer solchen Anlage. Auf der Fahrbahn sitzen dann diverse Sprühköpfe, die das Taumittel wie ein feiner Nebel nach oben versprühen.

Neben den diversen Baumaßnahmen berichtet Heun auch von großem Interesse der Anwohner am Bauprojekt Schnettkerbrücke: „Es kamen und kommen immer noch viele Leute, um zu schauen. Wir hatten hier aber auch teilweise spektakuläre Bauzustände.“ Wie die Aufstellung des Bogens.