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Baustellenbesuch beim Neuen Gymnasium

Schulzentrum

Mehr als 100 Menschen wuseln und werken am und im Neuen Gymnasium Bochum. Das Projekt steht mächtig unter Zeitdruck. Der Eröffnungstermin zum Sommer 2012 kann schon nicht mehr eingehalten werden. Im Hauptgebäude gibt es noch viel zu tun, während hinten bereits die ersten Spiel- und Sportgeräte stehen.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 12.06.2012

In dieser Schule darf noch geraucht werden. Fast jeder zweite, der über den Flur hetzt, hat eine Zigarette im Mund. Er trägt aber auch keine Bücher und Hefte sondern Dämmwolle, Kabel oder Werkzeug mit sich herum. Willkommen auf der Großbaustelle Neues Gymnasium.

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Baustelle Neues Gymnasium

Mit etwas Verspätung wird das Neue Gymnasium Bochum (NGB) erst nach den Herbstferien den Schulbetrieb aufnehmen. Ein Rundgang über die Baustelle zeigt: Es ist noch viel zu tun. Bis August soll der Bau fertig sein, dann folgen Möbel und jede Menge Technik.
12.06.2012
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Das Foyer das Neuen Gymnasiums nimmt Formen an: Das Dach ist längst gespannt und aufgeblasen, der Innenraum wird derzeit feinverputzt. Die Freifläche dient als Materiallager.© Foto: Benedikt Reichel
Hinter dem Neuen Gymnasium haben bereits die Arbeiten am Außengelände begonnen. Der Bauteil B steht völlig ohne Gerüst.© Foto: Benedikt Reichel
Im Stockwerk zwei des NGB fliegen die Funken.© Foto: Benedikt Reichel
Flur im Neuen Gymnasium mit Blick auf den Innenenhof des hinteren Gebäudes.© Foto: Benedikt Reichel
Ein Klassenraum - noch ohne Beleuchtung und Tischen. Die abgehangenen Decken dienen dem Schallschutz. Einen Hall gibt es in den Räumen quasi nicht.© Foto: Benedikt Reichel
In den Treppenhäusern ist noch viel zu tun - scheint es. Der Projektleiter der EGR sagt: Das geht schnell.© Foto: Benedikt Reichel
Arbeiten im Foyer das Neuen Gymnasiums.© Foto: Benedikt Reichel
Die Notausgänge sind schon markiert - provisorisch.© Foto: Benedikt Reichel
EGR-Projektleiter Hans-Erich Becker-Faoro in einem der fast fertigen Klassenräume: Circa 60 Quadratmeter sind sie groß, sehen aber viel kleiner aus.© Foto: Benedikt Reichel
Mehr als 30 Unternehmen sind derzeit am Neuen Gymnasium tätig. Überall wird gearbeitet.© Foto: Benedikt Reichel
Das ist keine Kunst - das ist Kabelsalat. Der Fachmann wird aber wissen, wohin welcher Kabelstrang führt.© Foto: Benedikt Reichel
Ein Blick in das Foyer mit der Treppe nach oben.© Foto: Benedikt Reichel
Die Baupläne für das Neue Gymnasium.© Foto: Benedikt Reichel
Arbeiten am Neuen Gymnasium an der Querenburger Straße.© Foto: Benedikt Reichel
Im ersten Stock werden derzeit die Decken abgehangen, dadrüber verlaufen Kabel und Leitungen.© Foto: Benedikt Reichel
EGR-Projektleiter Hans-Erich Becker-Faoro.© Foto: Benedikt Reichel
In diesem Bereich musste noch mal neu betoniert werden .© Foto: Benedikt Reichel
Ein Blick in die zukünftigen Sanitär-Einrichtungen.© Foto: Benedikt Reichel
Der Innenhof des NGB - selbst bei trübem Wetter ein schicker Anblick.© Foto: Benedikt Reichel
Das verschwindet alles unter der Decke.© Foto: Benedikt Reichel
An der Fassade des NGB wird noch gearbeitet. Das Farbband ist noch nicht gänzlich angebracht.© Foto: Benedikt Reichel
In drei Sprachen umfließt der erste Satz der UN-Menschenrechtskonvention das neue Schulgebäude - allerdings muss man das wissen. Auch aus der Entfernung ist es kaum zu lesen.© Foto: Benedikt Reichel
Das Außengelände ist mit vielen Bodenwellen gestaltet. Sitzsteine durchbrechen die Pflasterung.© Foto: Benedikt Reichel
Auch eine kleine Kletterwand ist schon installiert.© Foto: Benedikt Reichel
Und für Basketballfreunde steht der Korb schon bereit.© Foto: Benedikt Reichel
Blick auf das Neue Gymnasium Bochum. Nach den Herbstferien soll der Schulbetrieb dort losgehen.© Foto: Benedikt Reichel
Der hintere Teil des NGB ist so gut wie fertig (ohne Gerüst), vorne gibt es noch mehr zu tun.© Foto: Benedikt Reichel
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Circa 100 Menschen arbeiten hier. 35 Unternehmen. Die einen legen Fliesen, ein Stockwerk darüber wird die indirekte Beleuchtung des Flurs installiert. Im Foyer finden Feinputz-Arbeiten statt und ein Dreierteam versucht den Aufzug in Gang zu bringen. Draußen werden die letzten Elemente des Farbbandes angebracht. Im hinteren Bereich pflastern sie bereits den Schulhof. Spielgerüste und Bäume stehen schon. Im Herbst soll der Unterricht am Neuen Gymnasium endlich starten. Etwas später als geplant. Das Projekt ist im Verzug. Ein Rechtsstreit bei der Auftragsvergabe von Estricharbeiten hat den Zeitplan umgehauen – vier Wochen wurde gestritten. Während dieser Zeit ruhten die Arbeiten am Boden.Letztlich war der EGR nichts vorzuwerfen. Projektleiter Hans-Erich Becker-Faoro ist zufrieden. Auch wenn das Gymnasium dadurch erst nach den Herbstferien öffnen kann. Sein schlechtes Gewissen hält sich in Grenzen. „Wir stemmen diesen Bau in 18 Monaten. Das ist eine sehr gute Zeit“, sagt Becker-Faoro.

Bis August soll der 31,7 Millionen Euro teure Bau fertig sein. Dann beginnt die Inneneinrichtung. „Die ganze Technik parallel einzubauen, das bringt nichts“, sagt er. Zu sensibel reagieren Beamer und die elektronischen Tafeln auf Baustaub. „Da sind wir aus anderen Projekten schlauer geworden.“ Jeder der Klassenräume bekommt eine E-Tafel installiert. „Kreide wird es in diesem Haus nicht mehr geben“, so Becker-Faoro. Circa 400 000 Euro würden die Tafeln kosten. Alles im Preis mit drin. Und diesen will der Projektleiter auch nicht überreizen – zumal Schuldezernent Michael Townsend das Neue Gymnasium gern anführt, wenn es darum geht, den Kostenrahmen zu halten. „Die Aufträge und Nachträge sind inzwischen alle eingepreist. Ich denke das wird eine finanzielle Punktlandung“, verspricht Becker-Faoro. Plus oder minus fünf Prozent. Diesen Spielraum will er sich erhalten.

Direkt neben dem Neubau des NGB sind derweil die Abrissbagger zugange. Ein weiteres Großprojekt, für das Becker-Faoro verantwortlich ist. Die Hans-Böckler-Realschule wird für mehr als zehn Millionen Euro kernsaniert. Derzeit steht vom hinteren Gebäudeteil nur noch ein Gerippe. Im Sommer 2013 soll auch dieses Projekt fertig sein.