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Bayern-Basketballer verpflichten Radonjic als Trainer

München. Vier Tage nach dem überraschenden Rauswurf und kurz nach der vierten Pleite in Serie haben die Bayern-Basketballer einen neuen Chefcoach gefunden. Der ehemalige Belgrader Euroleague-Trainer Dejan Radonjic soll den strauchelnden Liga-Primus wieder zum Erfolg führen.

Bayern-Basketballer verpflichten Radonjic als Trainer

Dejan Radonjic ist der neue Trainer der Basketballer des FC Bayern. Foto: Daniel Karmann

Nach ihrer überraschend heftigen Schwächephase wollen die Basketballer des FC Bayern mit Dejan Radonjic als Trainer wieder zu alter Dominanz und einem Happy End im Meisterschaftsrennen finden.

Der Montenegriner übernimmt vorerst bis Saisonende den Bundesligisten aus München, der sich nur vier Tage zuvor von Coach Sasa Djordjevic getrennt hatte. „Ich brenne darauf, ab sofort für Bayern München zu arbeiten“, sagte Radonjic, als er mit dem ersten Training loslegte. Nach vier heftigen Pflichtspielpleiten in Serie ist der 48-Jährige als schneller Nothelfer gefragt; gegen ratiopharm Ulm soll am Mittwoch (20.30 Uhr) gleich beim Debüt die Wende her.

Den ehemaligen Erfolgscoach des Euroleague-Teams Roter Stern Belgrad habe man „zum jetzigen Zeitpunkt als ideale Lösung“ geholt, sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic. Der Bundesliga-Tabellenführer musste schnell jemanden finden, nachdem Djordjevic wegen des jüngsten Formtiefs und atmosphärischer Störungen im Verein gehen musste. Der Vertrag mit Radonjic beinhalte eine Option auch für nächste Saison.

Für den Pokalsieger von der Isar, der bis vor wenigen Wochen noch höchst souverän von Sieg zu Sieg geeilt war, geht es in den acht verbleibenden Partien der Hauptrunde nun darum, Platz eins in der Tabelle und damit das wichtige Heimrecht in den Playoffs zu sichern. Bis dahin sei „noch ausreichend Zeit“, versicherte Radonjic, auch wenn ALBA Berlin im Klassement zu Bayern aufgeschlossen hat.

Die spielerischen Defizite gehören sofort ausgemerzt, stellte der Coach klar: „Das Team hat jetzt vier Spiele hintereinander verloren, in den letzten bekamen wir mehr als 90 Punkte. Das darf nicht sein, und in der Defensive werden wir uns schnell verbessern müssen.“ Nach dem Aus im Eurocup und der Heimpleite gegen ALBA soll das bittere 77:100 (37:50) vom Karsamstag bei den EWE Baskets Oldenburg die vorerst letzte Pleite gewesen sein, hofft Bayern. Das Ziel bleibe „ganz klar, die Meisterschaft zu gewinnen“, betonte Radonjic.

Mit dem Kader wäre alles andere Understatement, das wissen die Münchner, die bei Radonjic auch auf dessen gemeinsame Vergangenheit mit aktuellen Profis setzen. Mit Spielmacher Stefan Jovic holte der Trainer bei Roter Stern Belgrad von 2015 bis 2017 dreimal in Serie die Meisterschaft in Serbien und zweimal den Titel in der Adria-Liga ABA, der zur Teilnahme an der Euroleague berechtigte. Von 2014 bis 2016 spielte auch Nationalspieler Maik Zirbes unter Radonjic.

„Neben seiner professionellen Struktur und einem tiefen Wissen zeichnet ihn seine Umgänglichkeit aus“, sagte Münchens Sportdirektor Daniele Baiesi. Geschäftsführer Pesic ergänzte lobend: „Er arbeitet akribisch, mit Plan und mit einer klaren Struktur.“

Radonjic erstes Ziel ist, ALBA in der BBL-Tabelle nicht vorbeiziehen zu lassen. Die formstarken Berliner wollten trotz eines 80:76 gegen Würzburg nicht von einem Angriff auf den Spitzenreiter sprechen. „Wir müssen auf unsere Möglichkeiten schauen“, mahnte Manager Marco Baldi. Denn das harte Restprogramm vor Playoff-Start habe es in sich. „Von den Playoffoberen ist das schon das härteste Programm, da kann man nicht träumen“, findet Baldi, nachdem sich sein Team durch den 13. Sieg in Serie vorzeitig für die K.o.-Phase qualifiziert hatte.

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