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Bayern-Präsident Hoeneß ohne „Sorge“ Richtung Viertelfinale

Istanbul. Real Madrid? Man City? Liverpool? Vor der Viertelfinal-Auslosung geht der FC Bayern das Achtelfinal-Rückspiel bei Besiktas nach einem 5:0 „ohne Sorge“ an. Rummenigge ist nach einer „Rolle rückwärts“ von Heynckes entspannt. Für den Coach geht's noch um einen Rekord.

Bayern-Präsident Hoeneß ohne „Sorge“ Richtung Viertelfinale

Bayern-Trainer Jupp Heynckes vor dem Abflug nach Istanbul. Foto: Sven Hoppe

Uli Hoeneß gönnte sich ein kurzes Frühstück, Jupp Heynckes blätterte entspannt in einer Zeitschrift. Mit großer Mia-san-Mia-Gelassenheit hat der FC Bayern das Viertelfinale der Champions League dank eines 5:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel gegen Besiktas Istanbul fest eingeplant.

„Da kann nichts passieren, da habe ich jetzt keine Sorgen. Wenn wir ein 5:0 nicht mehr verteidigen, dann müssen wir aufhören“, sagte ein genüsslich lächelnder Präsident Hoeneß bei der Städtereise in die Metropole am Bosporus.

Die gefürchtete Hexenkessel-Atmosphäre durch die heißblütigen Fans will der deutsche Fußball-Rekordmeister auch ohne den in München gebliebenen Arjen Robben am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel schnell beruhigen. „Es liegt ein bisschen an uns, dass es leise bleibt. Wenn wir gut spielen und seriös durch die Tür ins Viertelfinale gehen, dann wird es vielleicht am Anfang ein bisschen lauter werden - und dann vielleicht auch wieder ein wenig leiser“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Trainer Jupp Heynckes freut sich jedenfalls schon auf die Stimmung. „Die Fans werden ihre Mannschaft pushen, nach vorne peitschen. Das finde ich sehr gut, das macht letztlich den Fußball aus“, sagte der 72-Jährige am Vorabend. Seine Mannschaft werde trotz des großen Vorsprungs mit „höchster Konzentration“ in das Spiel gehen. Das 42 000 Zuschauer fassende Stadion gilt als eines der lautesten überhaupt. Leipzigs Nationalspieler Timo Werner hielt sich beim 0:2 zwischenzeitlich sogar die Ohren zu.

Die Münchner wagten beim nur rund 40-stündigen Königsklassen-Kurztrip wagten sogar schon einen Blick auf die Viertelfinal-Auslosung am Freitag. Titelverteidiger Real Madrid, Manchester City mit Pep Guardiola, der FC Liverpool mit Jürgen Klopp oder Vorjahresfinalist Juventus Turin sind mögliche Gegner für die Spiele am 3./4. und 10./11. April. „Wenn wir dabei sind, und danach sieht es ja aus, hoffe ich, dass wir ein schönes Los kriegen, das uns die Möglichkeit gibt, dann sogar ins Halbfinale einzuziehen“, sagte Rummenigge.

Nicht nachlassen lautet die Forderung von Jupp Heynckes trotz des 5:0-Ruhepolsters. „Es ist wichtig, dass wir weiter dran bleiben, dass wir uns immer noch steigern und vor allen Dingen motiviert sind“, sagte Heynckes. Wie im Triumph-Jahr 2013 hat der 72-Jährige die Chance auf das Triple: Die Turbo-Meisterschaft ist (bald) fix, in Pokal und Königsklasse ist für sein Starensemble noch alles möglich.

„Aber was sich jetzt schon alles fürs Viertelfinale qualifiziert hat und qualifizieren wird, ist in Europa topclass“, bremste Rummenigge. Heynckes kann in Istanbul mit dem elften Champions-League-Sieg am Stück vor Louis van Gaal und Carlo Ancelotti zum alleinigen Rekordhalter werden.

„Wir wollen versuchen mitzunehmen, was mitzunehmen ist mit Jupp Heynckes, dann wird man weitersehen“, sagte Rummenigge in der Trainerfrage und verfolgt entspannt dessen Zukunftsplanung. „Er hat ja, würde ich mal sagen, letzte Woche die Rolle rückwärts gemacht. Und jetzt warten wir mal in aller Ruhe ab.“ Zuletzt hatte Heynckes überraschend erklärt: „Ich habe bislang noch nie definitiv gesagt, dass ich am 30. Juni aufhören werde.“ Kommentieren mochte das Heynckes am Dienstagabend nicht.

Die Stars, bei denen außer dem angeschlagenen Robben auch Kingsley Coman, Manuel Neuer und Corentin Tolisso fehlten, posierten locker für Selfies. Eine Vergnügungsreise ist der Trip für Kapitän Thomas Müller aber nicht. „Wir fahren nicht zum Sightseeing dort hin“, sagte der Weltmeister. Müller, der im Hinspiel ebenso wie Robert Lewandowski doppelt traf, versprach einen „tausendprozentig seriösen“ Auftritt.

Für den türkischen Meister geht es darum, sich nach der Abfertigung in Unterzahl aus dem Hinspiel ordentlich aus der Königsklasse zu verabschieden. Zu 99,999 Prozent reisen die Münchner in der Nacht zum Donnerstag aber mit dem Viertelfinalticket und weiteren 6,5 Millionen Euro UEFA-Prämie im Gepäck heim.

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