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Bayern führt neuen Ausbildungsberuf ein

München. Ob Kleider oder Lebensmittel: Immer mehr Menschen erledigen ihre Einkäufe über das Internet. Das verändert nicht nur den Beruf des Einzelhändlers - sondern sorgt nun auch für eine neue Ausbildung im Freistaat.

Bayern führt neuen Ausbildungsberuf ein

Acht Berufsschulen in Bayern bieten bald eine Ausbildung zum Online-Einzelhändler an. Foto: Jens Kalaene

Junge Menschen können sich vom kommenden Schuljahr an in Bayern zum Online-Einzelhändler ausbilden lassen. „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ heißt das neue Ausbildungsangebot, das an acht Berufsschulen zur Verfügung stehen soll, wie das bayerische Kultusministerium mitteilte.

Pro Regierungsbezirk solle es einen Ausbildungsstandort geben, in Oberbayern zwei. Unter anderem in Dachau, Regen und Fürth könne man sich ausbilden lassen.

Auf dem Stundenplan stehe etwa Gestaltung eines Online-Shops, Bearbeitung von Retouren und Stornierungen und Online-Marketing. Die Ausbildung bestehe wie üblich aus Praxis und Theorie. Industrie- und Handelskammern würden seit Beginn des Jahres bei Betrieben um Ausbildungsplätze werben. Rund 300 davon stünden ab dem Schuljahr 2018/2019 zur Verfügung. Für Berufsschullehrer solle es spezielle Fortbildungen geben.

„Mit unserem neuen Angebot halten wir Schritt mit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung und sorgen für die Kaufleute von morgen“, sagte Kultusminister Bernd Sibler (CSU). Notwendig sei der neue Beruf angesichts der wachsenden Zahl an reinen Onlinehändlern. Aber auch immer mehr klassische Einzelhändler würden ihre Waren über das Internet anbieten.

Der neue Ausbildungsberuf solle Lehrlingen die nötige Qualifizierung für das sogenannte E-Commerce bringen. Seit August 2016 werde intensiv an der Konzeption gearbeitet.

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