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Bayern marschiert, BVB geschlagen

Berlin. Bayern München ist wieder obenauf. Mit dem Sieg bei Borussia Dortmund hat der Meister gezeigt, dass er wieder auf dem Weg zu alter Dominanz ist. Der HSV feiert seinen ersten Sieg seit August mit einem Jubiläum. Für die lustigste Szene sorgt ein Mainzer.

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Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler (l) rutscht der Ball nach einem Freistoß von Aaron Hunt aus den Händen - Tor für den HSV. Foto: Christian Charisius

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Leipzigs Marcel Sabitzer (r) bemängelt im Spiel gegen Hannover 96 ein nicht gewertetes Tor. Foto: Jan Woitas

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Der Mainzer Torschütze Abdou Diallo (r) und Jean-Philippe Gbamin jubeln nach dem Führungstreffer zum 1:0 gegen Gladbach. Foto: Marius Becker

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Bastian Oczipka (l) bejubelt das 1:0 für Schalke gegen Freiburg mit Torschütze Daniel Caligiuri. Foto: Patrick Seeger

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Freiburgs Trainer Christian Streich hält sich die Schulter, nachdem er von einem Spieler zu Fall gebracht worden war. Foto: Patrick Seeger

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Augsburgs Daniel Opare (r) verliert das Duell um den Ball gegen den Leverkusener Kevin Volland. Foto: Stefan Puchner

Bayern München hat seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga ausgebaut. Der deutsche Rekordmeister demonstrierte beim 3:1 (2:0) im Klassiker bei Pokalsieger Borussia Dortmund die unter Trainer Jupp Heynckes wiedergefundene Stärke.

Der BVB liegt als Tabellendritter nun nach elf Spieltagen schon sechs Punkte hinter dem Rivalen aus dem Süden. Erster Verfolger ist wie in der Vorsaison nun RB Leipzig. Die Sachsen rückten nach dem 2:1 (0:0) gegen Aufsteiger Hannover 96 auf Rang zwei vor. Der Hamburger SV erlebte kaum noch gekannte Glücksgefühle.

HEYNCKES-EFFEKT: Bevor der FC Bayern seinen Triple-Trainer Jupp Heynckes zurückholte, lagen die Münchener fünf Punkte hinter dem Tabellenführer BVB. Nur vier Spieltage später hat der deutsche Meister sechs Zähler mehr als die Westfalen - und ist Erster. Alle sieben Pflichtspiele unter Heynckes haben die Münchener gewonnen, darunter vier Bundesliga-Partien. Die Dortmunder warten indes seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg.

LIEBLINGSGEGNER: Arjen Robben bleibt der BVB-Schreck. Sein Führungstreffer gegen die Dortmunder war schon sein elftes Pflichtspieltor gegen die Borussia. Das wichtigste war der Siegtreffer im Champions-League-Finale 2013. Seit seinem Tor am Samstagabend in Dortmund ist der Niederländer nun auch der erfolgreichste ausländische Bundesliga-Torschütze der Bayern und überflügelte der Brasilianer Giovane Elber. Robben gelang in Dortmund das 93. Tor für den FCB.

BALSAM: Pokal-Aus gegen die Bayern, Bundesliga-Niederlage gegen die Bayern, Champions-League-Pleite in Porto - die vergangenen Tage waren nicht einfach für RB Leipzig. „Es ist optimal, nach den drei verlorenen Spielen mal wieder gewonnen zu haben“, sagte Kapitän Diego Demme nach dem 2:1 im Verfolgerduell gegen den starken Aufsteiger Hannover 96. Die Leipziger zeigten nach dem 0:1 Moral. Entscheidender Mann: Timo Werner. Der 21 Jahre alte deutsche Nationalstürmer legte Yussuf Poulsen zum Ausgleich in der 70. Minute auf, den Siegtreffer erzielte Werner eine Viertelstunde später selbst.

GLÜCKSGEFÜHL: Wie ist es, als Sieger vom Platz zu gehen? Auf die Erfahrung mussten die Spieler des Hamburger SV seit dem 25. August verzichten. Damals gewannen sie in Köln. Jetzt durften sie endlich wieder einmal jubeln - und das gleich mit einem Jubiläum. Denn das 3:1 gegen den auswärts weiter punktlosen VfB Stuttgart war der 500. Heimspielerfolg der Hanseaten in der Bundesliga-Geschichte. „Man hat gemerkt, dass wir heute wollten“, sagte HSV-Verteidiger Dennis Diekmeier.

GESTÄNDNIS: Schiedsrichter Guido Winkmann redete nicht lange drum herum. „Ich habe heute einen Fehler gemacht, da muss ich zu stehen, und das muss man auch mal zulassen“, sagte er im TV-Sender Sky. Sein Fehler: Er schickte den Stuttgarter Dzenis Burnic im Spiel gegen den HSV in der 13. Minute mit Gelb-Rot vom Feld. Wie die TV-Bilder zeigten, war das eine Fehlentscheidung. Auch HSV-Trainer Markus Gisdol glaubte, dass die Ampelkarte „ein Knackpunkt“ des Spiels war.

SLAPSTICK: Die lustigste Szene lieferte der Mainzer Torwart Robin Zentner beim 1:1 in Mönchengladbach. Der Ersatzmann von Rene Adler nahm einen Rückpass an - dachte er. Weil der Gladbacher Lars Stindl anstürmte, wollte Zentner den Ball wegschlagen. Doch der Ball war schon weitergerollt. Der Schlussmann holte aus und trat ein Luftloch. „Ich nehme den Ball an. Dann gucke ich, wen ich anspielen kann. Im Augenwinkel sehe ich etwas weißes, spüre am Fuß aber keinen Widerstand“, beschrieb Zentner. Sein Lapsus blieb ohne Folgen.

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