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Bayern ziehen ins BBL-Finale ein - Bambergs Ära endet

Bamberg. Den Basketballern des FC Bayern bietet sich erstmals die Chance auf das Double. Der Pokalsieger steht nach dem Sieg über Titelverteidiger Brose Bamberg im Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Dort wartet der einstige Serienchampion ALBA Berlin.

Bayern ziehen ins BBL-Finale ein - Bambergs Ära endet

Der Bamberger Dorell Wright (r) wird von Bayern-Profi Braydon Hobbs verteidigt. Foto: Nicolas Armer

Der FC Bayern hat erstmals seit drei Jahren das Endspiel um die deutsche Meisterschaft erreicht und die Titel-Ära von Brose Bamberg beendet.

Der deutsche Pokalsieger setzte sich beim Titelverteidiger mit 83:79 (38:52) durch und entschied die Best-of-Five-Halbfinalserie nach einer starken Aufholjagd mit 3:1 für sich. Im Finale treffen die Münchner ab Sonntag auf den einstigen Serienchampion ALBA Berlin, der sich 3:0 gegen Ludwigsburg durchgesetzt hatte. Die Bayern von Trainer Dejan Radonjic haben erstmals die Chance auf das nationale Double.

„Die Bayern sind ein großartiges Team. Sie haben gekämpft und wollten es ein bisschen mehr. Wir sind sehr enttäuscht, aber ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft“, sagte Bambergs Dorell Wright bei Telekom Sport. Münchens Alex King meinte: „Wir sind wirklich stolz, das war sehr schwer.“

Bamberg startete vor 6150 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Halle furios und lag nach gut acht Minuten schon mit 20 Punkten in Führung (33:13). Drei Tage nach der 67:99-Niederlage in Spiel drei in der bayerischen Landeshauptstadt zeigte sich der neunmalige Meister zunächst stark verbessert und voller Energie. Das erste Heimspiel hatte Bamberg noch souverän gewonnen, ebenso deutlich gingen allerdings die beiden Auswärtsspiele verloren.

Im zweiten Viertel fanden die Münchner langsam besser in die Begegnung, kamen bis zur Halbzeit aber nur bis auf 14 Punkte heran. Vor allem Bambergs ehemaliger NBA-Profi Wright dominierte lange und steuerte bis zum Seitenwechsel 22 Punkte bei, am Ende kam der 32-Jährige auf 26 Zähler. Erfolgreichster Werfer bei Hauptrundensieger Bayern, der zuletzt 2014 die Meisterschaft geholt hatte, wurde Danilo Barthel (19). Die Bamberger hatten sich in den vergangenen acht Jahren sieben Mal zum Champion gekrönt, einzig beim Münchner Erfolg hatten sie seit 2010 nicht im Endspiel gestanden.

Im dritten Viertel kamen die stark verbesserten Bayern schnell bis auf vier Punkte heran (56:60) und konnten im Schlussabschnitt die Führung übernehmen. München gelang es schließlich erstmals, sich in der K.o.-Runde gegen Bamberg durchzusetzen. Die bisherigen vier Serien waren zuvor alle verloren gegangen.

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