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Bayreuth-Karten werden teurer

Frankfurt/Bayreuth (dpa) Die Kartenpreise für die Bayreuther Festspiele werden im nächsten Jahr voraussichtlich erhöht.

Ein Sprecher der Vermarktungsgesellschaft BF Medien GmbH bestätigte am Sonntag auf Anfrage entsprechende Angaben in einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Gleichzeitig betonte er aber, dies sei alle zwei Jahre üblich. Außerdem würden die Preise lediglich moderat erhöht. Mit dem anstehenden Gesellschafterwechsel zum 1. September habe dies nichts zu tun.

Wolfgang Wagner, der die Firma bisher kontrollierte, will Anfang kommenden Monats seine Anteile zu gleichen Teilen an den Bund, den Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth sowie die «Gesellschaft der Freunde Bayreuths» abgeben. Katharina Wagner (30) und Eva Wagner- Pasquier (63), seine Töchter aus zwei Ehen, wollen ihm als Festspielleiterinnen nachfolgen. Die Zeitung hatte berichtet, die Preise würden im Zuge des Eigentümerwechsels bei der Festspiel GmbH erhöht.

Gleichzeitig bestritt der Sprecher, in Bayreuth gebe es Ärger über die Vermarktungsgesellschaft, die Katharina Wagner Anfang des Jahres mit ihrem Vater gegründet hatte. An der BF Medien GmbH ist sie mit 30 Prozent beteiligt. «Es gibt keine Verstimmung.» Die Zeitung hatte den Vorsitzenden der Freunde Bayreuths, Karl Gerhard Schmidt, mit den Worten zitiert, dies habe «einen negativen Beigeschmack».

Die Mäzene stören sich laut «F.A.S.» daran, dass Katharina Wagner mit der Vermarktung der Festspiele Geld verdiene, während die öffentliche Hand für die Verluste aufkomme. Wolle Katharina Wagner die Nachfolge des Vaters als künstlerische Leiterin antreten, müsse sie auf ihre Firma verzichten, verlangten die Geldgeber der Festspiele.

Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) mahnte in einer Mitteilung am Sonntag zur Ruhe. «Es macht keinen Sinn, vor einer Entscheidung des Stiftungsrates, der dann erst die erforderlichen Gespräche folgen werden, Einzelfragen zu diskutieren.» Die BF Medien könne in ihrer derzeitigen Form keinen Bestand haben. Dies liege aber allein daran, dass Wolfgang Wagner derzeit noch gemeinsam mit seiner Tochter Geschäftsführer der Gesellschaft sei.

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