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Befreite Piraten-Geiseln wieder in Deutschland

Stuttgart/Neuhausen (dpa) Das aus der Geiselhaft somalischer Piraten befreite Seglerpaar ist gut sechs Wochen nach seiner Entführung wieder in Deutschland. Die Entführungsopfer kamen am Montagvormittag auf dem Stuttgarter Flughafen an.

Befreite Piraten-Geiseln wieder in Deutschland

Die nach einer Entführung befreiten deutschen Segler Juergen K. (l.) und Sabine M. (r.), hier mit dem deutschen und dem somalischen Botschafter in Kenia. (Archivbild)

Die Maschine aus London landete gegen 11.00 Uhr mit dem 63 Jahre alten Mann und seiner 51-jährigen Lebensgefährtin an Bord. Die beiden wurden von Beamten des Bundeskriminalamtes empfangen und gezielt von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Dann wurden sie in ihren Heimatort Neuhausen im Kreis Esslingen gebracht.

Sie wollten noch am Montag oder Dienstag eine Pressekonferenz geben, sagte ein Sprecher der Gemeinde Neuhausen. Das Paar, das im Juni von Piraten vor der somalischen Küste entführt worden war, feiere mit Verwandten seine Rückkehr und erhole sich erst einmal von den Strapazen. «Die befreiten Geiseln sind sehr erschöpft und erleichtert, im Kreis der Familie zu sein.» In Neuhausen wohnen noch eine Tochter der Frau und ein Bruder des Mannes.

Die verschleppten Segler waren gegen ein Lösegeld von einer Million Dollar (etwa 666 500 Euro) freigelassen und nach ihrer Befreiung zunächst in der deutschen Botschaft in Nairobi (Kenia) betreut worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ging es ihnen nach der Freilassung den Umständen entsprechend gut.

In einem Telefonat mit dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatten die Segler vor mehr als zwei Wochen verzweifelt um Hilfe gebeten. «Wir schlafen auf der Erde und sind krank», hatten sie geklagt. Die Kidnapper hätten mit Speedbooten Jagd auf das Segelboot gemacht und schon von weitem Schüsse abgegeben. Dann seien sie an Bord gekommen. Drei Tage später sei das Paar ins Hochland verschleppt und ständig von 40 bis 50 Leuten bewacht worden.

Piraterie ist vor der Küste Somalias weit verbreitet. Besonders in diesem Jahr ist die Zahl der Überfälle auf Jachten, Luxusschiffe, aber auch auf Fischereiboote am Horn von Afrika stark gestiegen. Vor kurzem war der unter Panama-Flagge fahrende Frachter «Stella Maris» mit 20 philippinischen Seeleuten an Bord entführt worden.

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