Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Bei Depersonalisation kann Achtsamkeit helfen

Weinheim. Zeitweise neben sich zu stehen, kennen viele. Doch was ist, wenn das Gefühl der Fremde vor einem selbst nicht mehr weggeht? Psychotherapie und Achtsamkeitsmeditationen sollen helfen, das Entfremdungsempfinden zu verkleinern.

Bei Depersonalisation kann Achtsamkeit helfen

Wenn die eigenen Gedanken und der eigene Körper fremd erscheinen, sollten Betroffene Hilfe aufsuchen. Mit Atemübungen und Körperreisen kann Betroffenen geholfen werden. Foto: Rolf Vennenbernd

„Da stand ich wohl neben mir“ - mit diesem Satz meinen die meisten, dass sie kurz mal nicht so ganz Herr der Lage waren. Das Gefühl, zeitweise nicht man selbst zu sein, kennen viele.

Vor allem bei emotionalem Stress komme das vor, erläutert der Psychotherapeut Christian Stiglmayr in der Zeitschrift „Psychologie heute“ (Ausgabe 6/2018). Bei manchen Menschen aber verschwindet dieses Gefühl nicht wieder. Ihnen erscheinen der eigene Körper, die eigenen Gedanken dauerhaft fremd. Dahinter steckt eine Erkrankung, die nur selten richtig erkannt wird: die sogenannte Depersonalisationsstörung.

Die Leitlinie - eine Art Richtschnur für Ärzte und Therapeuten - empfiehlt in diesem Fall eine kognitive Psychotherapie. Dabei geht es vor allem darum, einen Teufelskreis zu durchbrechen: Viele Betroffene empfinden die eigene Wahrnehmung als beängstigend, was die Störung weiter befeuert.

Der Zeitschrift zufolge helfen Patienten daneben auch Achtsamkeitsmeditationen. Bei Atemübungen oder Körperreisen lenken sie ihre Aufmerksamkeit bewusst von sich weg auf die Welt. Das Gefühl der Entfremdung von der eigenen Person nimmt dann idealerweise nicht mehr so viel Raum ein.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Gesundheit

Online-Spielsucht jetzt offiziell als Krankheit anerkannt

Genf. Es ist umstritten, aber die Weltgesundheitsorganisation erkennt Online-Spielsucht nun als Krankheit an. Sie will keinen Freizeitspaß verteufeln, sondern definiert klare Alarmzeichen für eine Sucht.mehr...

Gesundheit

Viele Fußamputationen bei Diabetes laut Experten vermeidbar

Nürnberg. Schon eine relativ kleine Wunde am Fuß kann bei Diabetes-Patienten lebensgefährlich werden - Amputationen sind keine seltene Folge. Dabei könnten diese schwerwiegenden Eingriffe oft verhindert werden.mehr...

Gesundheit

O-Beine durch Profi-Fußballtraining im Jugendalter

München. Fußball zählt zu den beliebtestens Sportarten bei Jugendlichen. Gerade jetzt zum Beginn der WM schlagen die Herzen höher, wenn das Leder rollt. Doch Fußball als Leistungssport im Wachstumsalter kann später Probleme bringen - an den Knien.mehr...

Gesundheit

Tipps für den Besuch der Fanmeile

Berlin. Ist das Wetter schön, zieht es viele Fans zum Fußballschauen nach draußen. Dabei stehen sie meist lange Zeit in der prallen Sonne. Das Deutsche Rote Kreuz gibt Tipps, wie man den Fanmeilen-Besuch ohne Kreislaufprobleme übersteht - und was im Fall der Fälle zu tun ist.mehr...

Gesundheit

Was nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner zu tun ist

München. Gefräßig dringen die Eichenprozessionsspinner in immer mehr Gebiete in Deutschland vor. Die Raupen können Eichen kahlfressen, aber auch für Menschen gefährlich werden: Ihre Härchen führen zu Pusteln und Hautausschlag. Was nach einem Kontakt mit dem Tier wichtig ist.mehr...

Gesundheit

So gelingt der Einstieg in Nordic Walking

Baierbrunn. Nordic Walking schont die Gelenke und beugt Verspannungen vor. Einsteiger sollten sich nicht überfordern und mit kleinen Etappen beginnen. Dreimal die Woche 8 Minuten im Wohlfühltempo sind ein guter Start in ein sportlicheres Leben.mehr...