Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Belege müssen nicht mehr zum Finanzamt

Berlin. Bei der Einkommensteuererklärung können Steuerzahler künftig auf Belege verzichten. Aufbewahren sollten sie die Nachweise trotzdem. Denn im Zweifelsfall führt das Finanzamt Stichproben durch.

Belege müssen nicht mehr zum Finanzamt

Auch Spendenbescheinigungen, die Spenden aus dem Jahr 2017 betreffen, müssen dem Finanzamt ab diesem Jahr nicht mehr vorgelegt werden. Foto: Hans-Jürgen Wiedl

Steuerzahler müssen der Einkommensteuererklärung grundsätzlich keine Belege und Aufstellungen mehr beifügen. „Die Quittungen und sonstige Nachweise müssen nur noch auf konkrete Nachfrage des Finanzamtes vorgelegt werden“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Dies gilt in diesem Jahr erstmals auch für Spendenbescheinigungen, die Spenden aus dem Jahr 2017 betreffen. In den Vorjahren mussten Spendenquittungen der Steuererklärung noch zwingend beigefügt werden. Verlangt das Finanzamt keinen Nachweis der Spende, muss die Bescheinigung allerdings ein Jahr ab Steuerfestsetzung aufbewahrt werden.

„Trotz der Erleichterung müssen die Steuerformulare sorgfältig ausgefüllt werden“, mahnt Klocke. Denn das Finanzamt wird überprüfen, ob die Angaben plausibel sind und Stichproben durchführen.

Bei neuen Sachverhalten oder starken Änderungen im Vergleich zum Vorjahr kann es sich allerdings lohnen, Belege mit der Steuererklärung ans Finanzamt zu übersenden. Wird beispielsweise erstmals ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht, eine doppelte Haushaltsführung begründet oder erstmals eine Behinderung geltend gemacht, können die entsprechenden Belege dafür direkt beigefügt werden. So lassen sich gegebenenfalls Nachfragen des Finanzamtes vermeiden und damit Zeit sparen.

Auch in diesem Jahr starten die Finanzämter im März mit der Bearbeitung der Steuererklärung für das Vorjahr. Denn Arbeitgeber, Versicherungen und andere Einrichtungen hatten noch bis Ende Februar Zeit, ihre Daten für das Jahr 2017 elektronisch an die Finanzämter zu übermitteln. „Grundsätzlich werden die Steuererklärungen in der Reihenfolge ihres Eingangs abgearbeitet“, so Klocke. Wer früher abgibt, erhält auch dementsprechend früher seinen Bescheid.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Steuerrat

Biberschäden: Eigentümer können Finanzamt nicht beteiligen

Köln. Mensch und Tier leben nicht immer einträchtig zusammen. Mitunter richten wilde Tiere Schäden auf Grundstücken an. Und das kann teuer werden. Das Finanzamt kann man daran aber nicht beteiligen.mehr...

Steuerrat

Erben müssen womöglich Steuer für Verstorbenen machen

Berlin. Stirbt ein Mensch, stehen seine Erben für dessen steuerlichen Pflichten ein. Sie profitieren von Steuererstattungen - müssen aber auch bei möglichen Nachzahlungen einstehen. Was ist zu beachten?mehr...

Steuerrat

Bitcoin-Verkauf kann Steuerpflicht auslösen

Berlin. Der Handel mit der digitalen Währung „Bitcoin“ wird vom Gesetzgeber als Spekulation betrachtet. Deshalb können ab einem bestimmten Gewinn Steuern anfallen. Entscheidend dabei ist der Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf.mehr...

Steuerrat

Eindeutige Angaben helfen beim Verfassen der Steuererklärung

Berlin. Bis Ende Mai sollten die Einkommensteuererklärungen für 2017 beim Finanzamt sein. Wer möchte, dass seine Erklärung so schnell wie möglich bearbeitet wird, kann das selbst beeinflussen. Doch worauf kommt es an?mehr...