Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Belvedere entdeckt Zeichengenie Klemens Brosch wieder

Wien. Er gehörte zu den bedeutendsten Zeichnern Österreichs und wurde zu Lebzeiten umjubelt. Nach nur 16 Schaffensjahren habe er der Welt knapp 1000 Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und Gemälde hinterlassen, so das Museum.

Er gilt als Vorreiter des Surrealismus: Dem Zeichengenie Klemens Brosch (1894-1926) widmet das Belvedere in Wien bis zum 3. Juni eine umfassende Schau, mit der einer der wichtigsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt werden soll.

Mit atemberaubender Präzision und Akribie hat der von seiner Drogensucht geprägte Brosch fantastische Welten wie „Das Krokodil auf der Mondscheibe“ (1912) geschaffen. Der zu Lebzeiten umjubelte Künstler aus Linz gehöre mit Gustav Klimt, Egon Schiele, Alfred Kubin und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Zeichnern Österreichs, teilte das Museum am Donnerstag mit. Nach nur 16 Schaffensjahren habe er knapp 1000 Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und Gemälde hinterlassen. Brosch hatte sich 1926 das Leben genommen.

Brosch stehe beispielhaft für die Tragik einer durch Krieg und Kriegsfolgen zerstörten Karriere und letztlich eines zerstörten Lebens, meinte die Belvedere-Direktorin Stella Rollig am Donnerstag. „Wer dem Werk dieses grandiosen Zeichners begegnet, kann nicht verstehen, dass es jahrzehntelang kaum bekannt war.“

Brosch, der aufgrund eines chronischen Lungenleidens als Soldat mit Morphium behandelt wurde und nicht mehr von der Droge loskam, zeichnete düstere Themen wie „Siesta der Henker“ (1916) oder „Der letzte Augenblick“ (1916), in dem er ein Erschießungskommando aus der Perspektive des Verurteilten festhält. Verspielt und leicht wirken dagegen die Schwalben im „Am Strande“ (1912).

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kunst

Münsters Museen beleuchten Friedensideal

Münster. Was haben Picassos Friedenstaube, eine Nachbildung der antiken Friedensgöttin Eirene und der berühmte Friedensreiter gemeinsam? Sie gehören zu den Exponaten einer großen Friedensausstellung in Münster.mehr...

Kunst

Künstlerinnen aus Indien erheben ihre Stimme in Wolfsburg

Wolfsburg. Indische Künstlerinnen präsentieren in einer Gemeinschaftsausstellung in Wolfsburg ihre Sicht auf ihr vom Patriarchat geprägtes Land. Die Schau „Facing India“ entstand in engem Dialog mit den sechs beteiligten Künstlerinnen, teilte das Kunstmuseum Wolfsburg am Donnerstag mit.mehr...

Kunst

M.C. Eschers rätselhafte Reisen zum Unmöglichen

Leeuwarden. Seine Bilder sind weltberühmt: Treppen, die nirgendwo enden. Wasser, das nach oben fließt. Jetzt ehrt seine Heimat, die Kulturhauptstadt Leeuwarden, den Meister der Täuschung.mehr...