Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Benzinpreise legen zu - Entspannung erwartet

Washington/Hamburg (dpa) Der Benzinpreis hat am Mittwoch weiter zugelegt. Die Autofahrer mussten nach Informationen aus der Mineralölwirtschaft für einen Liter Super im Durchschnitt rund 1,50 Euro zahlen, für Diesel etwa 1,45 Euro. Das waren zwei bis vier Cent mehr als am Vortag.

Benzinpreise legen zu - Entspannung erwartet

Die Internationale Energieagentur hält in diesem Jahr eine weitere Entspannung am Ölmarkt für wahrscheinlich.

Der Ölpreis blieb am Mittwoch nahezu unverändert und hielt sich knapp unter der Marke von 120 Dollar. Derweil sind nach einem Bericht der Tageszeitung «Die Welt» die Notierungen für Benzin, Diesel und Heizöl am Großhandelsmarkt Rotterdam in dieser Woche deutlich gefallen. Autofahrer und Heizöl- Kunden könnten mit baldiger Entlastung rechnen, zitierte die Zeitung (Donnerstagausgabe) Energiemarktexperten: «Ich würde mich sehr wundern, wenn wir in den nächsten Tagen an den Tankstellen nicht fallende Preise sehen», sagte Rainer Wiek vom Energie Informationsdienst (EID) in Hamburg.

Nach Angaben des EID ist der Preis für Superbenzin in Rotterdam seit Montag allein um mehr als 70 Dollar pro Tonne gefallen. «Erstmals seit langer Zeit ist Super damit wieder unter 1000 Dollar pro Tonne zu haben», sagte Wiek. Am Dienstag begannen demnach auch die Preise für die sogenannten Mitteldestillate Heizöl, Diesel und Kerosin ins Rutschen zu kommen. Sie verbilligten sich zum Teil um bis zu 40 Dollar pro Tonne. Auch aus Mineralölkonzernen hieß es inoffiziell, dass in den nächsten Tagen eher mit sinkenden Kraftstoffpreisen zu rechnen sei.

Der ACE Auto Club Europa hat die Mineralölwirtschaft erneut aufgefordert, Preissenkungen schneller an die Autofahrer weiterzugeben. Zwar sei es zum Teil nachvollziehbar, wenn die Preise für Benzin und Diesel zuletzt trotz der sinkenden Ölpreise gestiegen seien, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Denn die Preise an den internationalen Märkten würden erst mit einer Verzögerung von Wochen an den Zapfsäulen wirksam. Allerdings falle auf, dass Steigerungen des Ölpreises immer sofort weitergegeben würden, Senkungen hingegen nicht. Das aber könne nicht mehr länger hingenommen werden, mahnte der Sprecher des Clubs. Die Politik sei jetzt gefordert und müsse im Interesse der Verbraucher die Möglichkeiten des Wettbewerbs- und Kartellrechts anwenden und voll ausschöpfen.

Das US-Energieministerium teilte am Mittwoch in Washington mit, die Lagerbestände an Rohöl seien in der vergangenen Woche um 1,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 296,9 Millionen Barrel geklettert. Experten hatten hingegen mit einem Minus von 1,4 Millionen Barrel gerechnet.

Die Ölpreise veränderten sich in einem schwankungsanfälligen Handel indes kaum. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September kostete am späten Mittwochnachmittag 119,25 US-Dollar. Das waren 8 Cent mehr als am Vortag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2 Cent auf 117,72 Dollar.

Der Commerzbank zufolge ist der derzeitige dramatische Rückgang der Rohstoffpreise aber nicht das Ende der Aufwärtsbewegung. Der langfristige Trend nach oben sei weiter intakt. Die jüngsten Turbulenzen am Rohstoffmarkt sind nach Einschätzung der Experten eher ein Abbau überzogener Bewertungsniveaus, der durchaus noch anhalten dürfte. Die Gefahr bestehe aber darin, dass der Markt oft zu Übertreibungen neige und beim Ölpreis jetzt auch eine Übertreibung nach unten wahrscheinlich sei.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen auf den niedrigstem Stand seit Anfang Mai gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag 116,22 Dollar. Das waren 4,58 Dollar weniger als ein Tag zuvor. Die OPEC berechnet ihren Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Verbraucherpreise in Deutschland ziehen an

Wiesbaden (dpa) Für Deutschlands Verbraucher kosten im August vor allem Energie und Nahrungsmittel mehr als vor einem Jahr. Das treibt die Inflationsrate insgesamt weiter in Richtung zwei Prozent - die Zielmarke der EZB. Ein baldiger Kurswechsel der Notenbank ist dennoch nicht in Sicht.mehr...

Wirtschaft

Inflation zieht an - Nahrungsmittel und Energie teurer

Wiesbaden (dpa) Deutschlands Verbraucher müssen für Nahrungsmittel und Energie im September deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das treibt die Teuerung insgesamt an. Besonders kräftig ist der Preissprung bei Butter.mehr...

Wirtschaft

Studie sagt globale Energiewende voraus

London/Hamburg (dpa) Ist die Wende zu den erneuerbaren Energien und weg von Kohle und Atom ein teurer deutscher Sonderweg? Oder wird sich die Welt über kurz oder lang dafür entscheiden? Ein großer Konzern mit viel Fachwissen hat die Frage untersucht - und kommt zu überraschenden Erkenntnissen.mehr...

Wirtschaft

Inflation in der Eurozone zieht stärker an als erwartet

Luxemburg (dpa) Im Euroraum sind die Verbraucherpreise im August etwas stärker gestiegen als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat erhöhte sich das Preisniveau zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent.mehr...

Wirtschaft

Inflation bei 1,8 Prozent: Nahrungsmittel und Energie teurer

Wiesbaden (dpa) Das Leben in Deutschland ist im vierten Monat in Folge teurer geworden. Vor allem für Nahrungsmittel und Energie müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor.mehr...

Wirtschaft

Ex-Eon-Chef Bernotat tot - stellte Weichen für Grüne Energie

Essen (dpa) Wulf Bernotat stellte wichtige Weichen beim 2000 neu formierten Energieriesen Eon. Unter anderem steuert er den Konzern sehr früh in Richtung Wind- und Sonnenenergie. Mit nur 68 Jahren starb Bernotat am Wochenende.mehr...