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Bericht: Familiennachzug im ersten Quartal 2018 rückläufig

Berlin. Um kaum ein Thema wurde in den Koalitionsverhandlungen so hart gerungen wie um den Familiennachzug von Flüchtlingen. Nun stellt sich heraus: Die Zahl der Familienzusammenführungen sinkt von selbst.

Bericht: Familiennachzug im ersten Quartal 2018 rückläufig

Die Zahl der Familienzusammenführungen von syrischen Staatsangehörigen hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal in etwa halbiert. Foto: Swen Pförtner

Der Familiennachzug von Ausländern nach Deutschland hat nach einem Zeitungsbericht im ersten Quartal 2018 abgenommen - der aus Syrien sogar deutlich.

So habe sich die Zahl der Familienzusammenführungen von syrischen Staatsangehörigen im Vergleich zum Vorjahresquartal in etwa halbiert, schreibt die „Heilbronner Stimme“ unter Berufung auf Kreise des Auswärtigen Amtes.

Insgesamt stellten die deutschen Auslandsvertretungen im ersten Quartal dieses Jahres 27.551 Visa für den Familiennachzug aus - im ersten Quartal 2017 waren es den Angaben zufolge noch 32.459. Familienzusammenführungen von anerkannten Asylsuchenden schlüssele das Ministerium in seiner Statistik nicht gesondert auf, schreibt die Zeitung, wohl aber werde nach Nationalitäten unterschieden.

Demnach erhielten 6783 Syrer ein Visum für den Familiennachzug - nach 14.365 im ersten Quartal 2017. Die nächstgrößere Gruppe waren Iraker mit 2592. Ein leichter Anstieg ergab sich bei Afghanen - von 431 im ersten Quartal 2017 auf 436 im ersten Quartal dieses Jahres.

Einen Anspruch auf Familiennachzug haben derzeit nur anerkannte Asylsuchende. Bis Ende Juli muss die Bundesregierung eine Regelung für Asylsuchende mit eingeschränktem Schutzstatus finden. Grundsätzlich haben sich SPD und Union auf ein zusätzliches Kontingent von 1000 Nachzügen je Monat geeinigt, Details sind aber noch umstritten.

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