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Schlecker-Familie

Bericht: Grundstücke vor Insolvenz übertragen

Ehingen Anton Schlecker hat einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge nur wenige Monate vor der Insolvenz seiner Drogeriekette große Firmengrundstücke an seine Kinder übertragen. Vor drei Jahren soll er zudem das Familien-Anwesen seiner Ehefrau geschenkt haben, berichtete das Blatt am Mittwoch.

Bericht: Grundstücke vor Insolvenz übertragen

Letzter Tag: Heute schließen alle deutschen Schlecker-Filialen - und der der einstige Drogeriemarktriese wird Geschichte. Foto: Caroline Seidel

Die Insolvenzverwaltung von Arndt Geiwitz wollte einzelne Vorgänge nicht kommentieren. „Sämtliche Übertragungen, vor allem die der letzten vier Jahre, werden sehr genau überprüft“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. „Die Prüfungen sind noch nicht endgültig abgeschlossen.“ Das Geld aus einer möglichen Rückübertragung würde in die Insolvenzmasse fließen.  Dem Bericht zufolge übertrug Anton Schlecker seinem Sohn Lars Schlecker am 7. September 2011 - knapp fünf Monate vor dem Insolvenzantrag - ein 7.000 Quadratmeter großes Firmengrundstück am Stammsitz des Unternehmens im baden-württembergischen Ehingen, zuvor hatte seine Schwester demnach ein gleichgroßes Grundstück erhalten; dieser Vertrag sei bereits 2008 geschlossen worden. Die Zeitung beruft sich auf den Schenkungsvertrag, der ihr vorliege. Darin heiße es: „Eine Gegenleistung in Geld haben Frau Meike Schlecker und Herr Lars Schlecker nicht zu erbringen.“ 2011 schloss das Unternehmen mit einem Verlust von 200 Millionen Euro ab.

 Am 26. Juni 2009 habe Schlecker das auf acht Millionen Euro geschätzte Familien-Anwesen (13.000 Quadratmeter) in Ehingen notariell an seine Ehefrau übertragen, wobei das Unternehmen schon damals in der Verlustzone gewesen sei, schreibt das Blatt weiter. In der Vereinbarung steht demnach auch, dass sich Anton Schlecker ein lebenslängliches Nutzungsrecht für die Villa einräumen ließ. Im Todesfall seiner Frau würde laut notarieller Regelung diese wieder in seinen Besitz übergehen, berichtete „Bild“. Die Familie habe sich auf Anfrage der Zeitung nicht äußern wollen.  Anton Schlecker haftet im Rahmen der Insolvenz seiner 1975 gegründeten Firma auch mit seinem Privatvermögen. Schlecker hatte im Januar Insolvenz gemeldet. Am Mittwochnachmittag sollten alle noch verbliebenen 2800 Filialen endgültig schließen.   

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