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Berlin bejubelt Messi: Finalparty mit Promis - Kein Ärger

Berlin (dpa) Das Finalwochenende hat zwei Sieger: Neben dem FC Barcelona gewinnt auch Berlin. Die deutsche Hauptstadt bekommt die erhoffte Positiv-Werbung. Nur der Schwarzmarkt beschäftigt die Polizei.

Berlin bejubelt Messi: Finalparty mit Promis - Kein Ärger

Die Fans des FC Barcelona feierten in der Nacht in Berlin. Foto: Paul Zinken

In der rauschenden Finalnacht gab es sogar einen Barca-Autokorso auf dem berühmten Kudamm. Nicht nur im Olympiastadion setzte sich Rot-Blau gegen Schwarz-Weiß durch.

Auf dem Spielfeld krönten sich Lionel Messi und seine Star-Mitspieler mit dem fünften Champions-League-Titel für Barcelona - und auch beim Feiern in Berlin dominierten die Katalanen. Für die Juventus-Fans blieb nur die Erinnerung an ein außergewöhnliches Wochenende.

Berlins Regierungschef Michael Müller durfte sich bestätigt fühlen. «Ich wusste es immer schon, dass es schön ist, Berlins Regierender Bürgermeister zu sein. Jetzt weiß ich das einmal mehr», hatte Müller schon vor dem Endspiel erklärt. Mehr als fünf Millionen Euro hatte die Stadt als Final-Ausrichter investiert. 400 Millionen an den TV-Schirmen weltweit und fast 80 000 Fußball-Touristen erlebten ein spannendes und friedliches Fest in der deutschen Hauptstadt.

«Es ist alles ruhiggeblieben», fasste die Polizei am Sonntag die Feierlichkeiten nach Barcelonas 3:1 über Juventus Turin aus ihrer Sicht zusammen. 32 Rettungseinsätze rund um das Olympiastadion, sechs in der Umgebung der Fanmeile, dazu einige Taschendiebstähle und Böller auf dem Alexanderplatz fielen in die Kategorie Routine.

Nur zahlreiche gefälschter Eintrittskarten in einer hohen zweistelligen Zahl, die noch kurz vor dem Spiel auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden, hatten für größeren Ärger gesorgt. «Die Fans waren zum großen Teil in Partystimmung und haben sich absolut sportlich verhalten», verkündete die Polizei. Rund um die Fanfeiern waren 1800 Polizisten im Einsatz, darunter auch 15 Polizeiexperten aus Italien und Spanien. Dazu kamen weitere 1000 Bundespolizisten, die beim ersten Champions-League-Finale in Berlin schwerpunktmäßig an Bahnhöfen und am Flughafen präsent waren.

Je 20 000 der insgesamt 70 500 Tickets für das Spiel im Olympiastadion waren an die beteiligten Clubs gegangen. Die meisten von ihnen erkundeten vor dem Anpfiff die Stadt, feierten und genossen die hochsommerlichen Temperaturen. Allein 25 000 Fans waren mit Sonderflügen in die deutsche Metropole gekommen. Viele Flüge gingen schon in der Nacht und am frühen Morgen wieder zurück. 

Der Promi-Auflauf rund um das Endspiel war hoch. Pop-Ikone Shakira, deren Freund Gerard Piqué mit seinen Barca-Kollegen den Henkelpott in den Berliner Nachthimmel stemmte, radelte durch die Stadt. Auf der Tribüne erlebten unter anderen Deutschlands Basketballstar Dirk Nowitzki, Brasiliens Ex-Weltmeister Ronaldo, die früheren deutschen WM-Champions Lothar Matthäus und Rudi Völler, Bundespräsident Joachim Gauck, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Joachim Löw das große Finale. Der Bundestrainer erwies sich mit seiner Prognose als wahrer Fachmann: «Am Ende wird sich Barcelona knapp durchsetzen.»

Berlin hat seinen Ruf als Deutschlands Sportstadt Nummer eins bestätigt, auch wenn der europäische Verband UEFA eine große gemeinsame Feier mit Public Viewing verhindert hatte. Viele «Mini-Messi», Neymar-Trikotträger und Pirlo-Anhänger nahmen nicht nur das nach langem Anstehen ergatterte Selfie mit dem UEFA-Henkelpott mit nach Hause, sondern viele positive Berlin-Eindrücke.

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