Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Berliner Akademie der Künste ehrt Jürgen Gosch

Berlin (dpa) Die Berliner Akademie der Künste ehrt den Theaterregisseur Jürgen Gosch, der am 9. September seinen 65. Geburtstag feiert. Am Samstag (6. September) lädt sie in ihr Haus am Hanseatenweg zu einem Abend für Jürgen Gosch mit einer Filmpremiere, Schauspielerauftritten und einem Gespräch.

Berliner Akademie der Künste ehrt Jürgen Gosch

Die Schauspielerin Kathrin Wehlisch in einer «blutigen» Rolle: Der Regisseur Jürgen Gosch wird 65 Jahre alt. (Archivbild)

Goschs Version von Tschechows «Onkel Wanja» am Deutschen Theater in Berlin ist gerade in einer Kritikerumfrage zur «Inszenierung des Jahres» gekürt worden.

Die Veranstaltung steht unter dem Gosch-Motto «Man guckt immer, wie weit man gehen kann. Und man muss immer gucken, ob man weit genug gegangen ist.» Der Schauspieler Ulrich Matthes wird in der Ankündigung zu der Veranstaltung mit den Worten zitiert: «Jürgen Gosch ist überhaupt kein Berserker, Zertrümmerer, Ekelkünstler. Er ist ein außerordentlich höflicher, humorvoller, eher britischer Mensch - der aber Lust hat am Spiel und am Extrem.»

Gezeigt wird der Film «Ein alter Film von heute» von Gosch aus dem Jahr 1980, «fertiggestellt 2008», unter anderem mit Hermann Beyer, Michael Gwisdek und Jürgen Holtz. An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen neben Gosch unter anderem Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Michael Gwisdek, Christoph Hein, Ulrich Matthes und Ernst Stötzner teil. Moderator ist der Regisseur und langjährige Intendant des Deutschen Theaters, Thomas Langhoff.

Der 1943 in Cottbus geborene Gosch war, wie die Akademie betonte, «ein Dorn im Auge der DDR-Kunstverwalter», die seine spielerische Fantasie «nicht verstanden, aber umso deutlicher urteilten». Fritz Marquardt holte ihn an die Ostberliner Volksbühne, wo er 1978 mit einer systemkritischen Inszenierung von Büchners «Leonce und Lena» für Aufruhr sorgte. Danach erhielt Gosch in der DDR keine Arbeitsmöglichkeiten mehr und ging in den Westen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bühne

Johan Simons verabschiedet sich von der Ruhrtriennale

Bochum (dpa) Welche Aufgabe hat das Theater in politisch aufgeheizten Zeiten? Der Theatermacher Johan Simons hat dazu eine klare Meinung. Das hat er in drei Jahren seiner Ruhrtriennale-Intendanz bewiesen.mehr...

Bühne

Johan Simons: "Wir müssen noch offener sein"

Düsseldorf (dpa/lnw) Johan Simons hat die Ruhrtriennale politisch wie nie zuvor gemacht. Nach drei Jahren verabschiedet er sich nun als Intendant - mit einem politischen Aufruf.mehr...

Bühne

Volksbühne bietet Besetzern Räume an

Berlin (dpa) Tag 5 der Volksbühnen-Besetzung. Verhandeln statt vertreiben - so lautet das Motto der Berliner Kulturverwaltung. Nun sollen den Aktivisten Räume des Theaters zur Verfügung gestellt werden.mehr...

Bühne

"Der bewegte Mann" als turbulentes Musical

Hamburg (dpa) Mehr als 6,5 Millionen Zuschauer machten "Der bewegte Mann" zu einer der erfolgreichsten deutschen Kinokomödien der 1990er Jahre. Jetzt feiert die Geschichte um die Liebeswirrungen von Homos und Heteros als Musical im Hamburger Thalia Theater Premiere.mehr...