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Besser nicht allein - Sicherheit auf Skitouren

München. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub ist bei einer Skitour in den Schweizer Alpen spurlos verschwunden - ist das Bergsteigen mit Ski gefährlich? Skitouren haben sich in den vergangenen Jahren zum Massensport entwickelt, auffällig viele Unfälle gibt es nicht.

Besser nicht allein - Sicherheit auf Skitouren

Alpenpanorama in der Schweiz: Skitouren haben sich in den vergangenen Jahren zum Massensport entwickelt. Foto: Jean-Christophe Bott/Keystone

Allerdings birgt das verschneite Hochgebirge Risiken, der Deutsche Alpenverein (DAV) gibt Sicherheitsempfehlungen.

Grundsätzlich drohen im hochalpinen Gelände zwei Gefahren, die es auf der Skipiste nicht gibt: Lawinen und Gletscherspalten. Der DAV rät, drei Faktoren besonders zu beobachten: Schnee- und Wetterverhältnisse, das eigene Können und die geeignete Ausrüstung.

Gletscherspalten sind in der Regel bis zum Frühsommer von Schneebrücken bedeckt und damit häufig nicht erkennbar. Abhängig von der Schneehöhe können diese Schneebrücken bei Frühlingstemperaturen weich und instabil werden, so dass Stürze in den Abgrund drohen.

Darum gilt die Faustregel, auf Gletschern angeseilt in der Gruppe unterwegs zu sein. „Die Empfehlung ist, auf Gletschern nicht allein zu sein“, sagt DAV-Sprecher Thomas Bucher in München. Allerdings ist das kein in Stein gemeißeltes Gesetz. Das Alleingehen im Gebirge hat eine lange Tradition, kundige Alpinisten sind seit jeher auch in den höchsten Regionen solo unterwegs.

Abgesehen vom Risiko Gletscherspalte steigt an warmen Frühlingstagen die Lawinengefahr auf steilen Hängen im Laufe des Tages rapide an. Ein verschneiter Hang, der um sechs Uhr morgens noch hart und damit sicher ist, kann am frühen Nachmittag zur tödlichen Falle werden. Daher gilt für Skitourengeher im Hochgebirge eine weitere Grundregel: vor Tagesanbruch aufstehen und früh zurückkehren.

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