Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Besuch zu Hause: Ist extra lange arbeiten in Ordnung?

Kirchlengern. Mit irgendeiner Person aus Familie oder Freundeskreis des Partners wird man nicht warm. Das geht wohl vielen so. Doch ist länger Arbeiten wirklich ein gutes Mittel, um ungeliebten Gästen aus dem Weg zu gehen?

Besuch zu Hause: Ist extra lange arbeiten in Ordnung?

Lieber arbeiten als Gäste empfangen? Für die Etikette-Trainerin ist das keine gute Idee. Foto: Frank Rumpenhorst

Manche Frage traut man kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Denn das Thema ist unangenehm. Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn...

Die Frage heute: Mein Freund bekommt am Arbeitsplatz manchmal Anrufe seiner Partnerin mit dem Hinweis, dass am Abend spontaner Besuch nach Hause kommen wird. Nicht immer mag mein Freund diese Gäste. Ist es okay, wenn er dann extra lange arbeitet - oder sogar langes Arbeiten nur vortäuscht -, um den ungeliebten Besuchern aus dem Weg zu gehen?

Die Antwort: Was in dem Moment eine Rettung zu sein scheint, bleibt eine Lüge - und kann das Vertrauensverhältnis in der Partnerschaft schwer belasten. Denn wenn hinterher herauskommt, dass man gar nicht arbeiten musste, sondern nur keine Lust hatte, hat das einen faden Beigeschmack.

„Das heißt zwar nicht, dass man nicht auch mal etwas absagen darf. Aber wenn, dann sollte man dabei ehrlich sein“, empfiehlt die Business-Etikette-Trainerin Birte Steinkamp aus Kirchlengern in Ostwestfalen, die dem Vorstand der Deutschen Knigge-Gesellschaft angehört. Es sei dann zum Beispiel besser dem Partner zu sagen: „Du weißt ja, wie ich zu den Müllers stehe“. Das führe dann vielleicht auch dazu, dass es seltener solche Überraschungen gibt.

Noch besser fände es die Expertin aber, wenn sich Betroffene in einem solchen Moment eine ganz andere Frage stellen: Wäre ein Abend mit Menschen, die ich nicht so mag, ein wahnsinnig großes Opfer? Aus Steinkamps Sicht eher nicht - denn es wäre für alle nur positiv, „wenn Frauen und Männer in ihrer Partnerschaft weniger oft denken würden "Hey, ich mache, was ich will", sondern vielmehr "Was würde Dir denn gut tun?".“

Also: Wer einen solchen Anruf bekommt, sollte sich einen Ruck geben und nicht die Arbeit verlängern oder sie gar vortäuschen, sondern im Gespräch mit dem Partner mit offenen Karten spielen und sich gleich am Telefon einigen, wie der Abend verlaufen soll. „Gutes zieht Gutes nach sich“, sagt Steinkamp - und vielleicht ergibt sich schon bald die Chance, dass der Partner einem einen ähnlichen Gefallen tun kann.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Frauen, Familie und Senioren

Jeder zweite Kinderhochstuhl fällt im Test durch

Berlin. Kinderhochstühle gehören zur Grundausstattung im Familienhaushalt. Es gibt aber große Unterschiede bei den Modellen: Die Mehrzahl fällt wegen Sicherheitsmängeln und Schadstoffen durch.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Schwangerschaftstest ist nur für kurze Zeit aussagekräftig

Baierbrunn. Auf das Ergebnis eines Schwangerschaftstestes fiebern viele Menschen intensiv hin. Umso schwieriger, wenn sich die Überprüfung als falsch erweist, weil der Test von seiner Umgebung beeinflusst wurde. In diesem Fall gibt es nur eine Lösung.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Großeltern sollten Kinder nicht zum Aufessen zwingen

Mannheim. Das Kind ist satt, der Teller aber noch nicht leer. Großeltern bitten die Kleinen dann oft, den Rest aufzuessen. Doch das behindert ihren Lernprozess.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wie man Kinder auf Notfälle vorbereitet

Fürth. Für Eltern ist das ein absolutes Horrorszenario: Bei einem gemeinsamen Ausflug aus dem Haus verschwindet plötzlich das Kind. Eine Expertin erklärt, wie sie sich und den Nachwuchs auf eine solche Situation vorbereiten können.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

„Ich will das haben!“ - Konsumrausch im Kinderzimmer

Lüneburg. Wenn Vierjährige mit großen Augen vor dem Spielwarenregal stehen und sagen: „Bitte, bitte kauf mir das!“: Wer kann da schon Nein sagen? Viele Eltern jedenfalls nicht. Aber bei Spielzeug ist weniger oft mehr.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder sind oft überdosiert

Hannover. Vitaminpillen und Co. für Kinder sind seit Jahren umstritten. Ärzte warnen vor den Nahrungsergänzungsmitteln. Wie ungesund diese Präparate für Kinder tatsächlich sind, hat die Verbraucherzentrale untersucht.mehr...