Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Besucherzentrum für 2010 kommt ins Bergbau-Museum

BOCHUM Es ist eine großartige Chance für das Deutsche Bergbau-Museum. Und eine großartige Chance für die Kulturhauptstadt 2010. In das Museum kommt eines von fünf großen Besucherzentren des Ruhrgebiets.

von von Ronny von Wangenheim

, 12.12.2008
Besucherzentrum für 2010 kommt ins Bergbau-Museum

Dr. Siegfried Müller in Halle 1, die zum Besucherzentrum wird.

"Wir haben lange gebangt, ob es klappt," sagt Dr. Siegfried Müller, stellvertretender Museumsdirektor. Jetzt ist mündlich der Bewilligungsbescheid aus Arnsberg angekommen. In Oberhausen und Duisburg dagegen sieht es wegen der finanzeillen Misere der  beiden Städte nicht gut aus für eine Realisierung. Weitere Besucherzentren kommen nach Essen und Dortmund. 

90 Prozent der 2,5 Millionen Euro Kosten wird das Land übernehmen, 250 000 Euro bleiben für die Stadt Bochum. Dafür wird aus der Eingangshalle und der Halle 1 im Bergbau-Museum, heute nicht allzu attraktive Orte, ein modernes Besucherzentrum. Und endlich wird das Bergbau-Museum mit einem Aufzug und mit Rampen barrierefrei auch für Rollstuhlfahrer bequem erreichbar. Der Umbau wird deshalb weit über 2010 hinaus die Attraktivität des Hauses steigern.

Wahrzeichen der Stadt

Für die Ruhr.2010 GmbH ist das Museum andererseits der perfekte Ort. "Wir sind ein sehr guter Standort", sagt Müller. Das Fördergerüst ist das Wahrzeichen der Stadt. Und schon jetzt kommen in jedem Jahr 400 000 Besucher. 2010 werden es noch viel mehr werden.

Modell wird modernisiert Sie werden hier alle nur erdenklichen Informationen erhalten - über das Ruhrgebiet, über das Bergbau-Museum und über all die anderen Orte, die für Besucher der Kulturhauptstadt interessant sein kann. Den heutigen Zeiten angepasst werden soll ein großes Modell, dass bereits heute alle Schächte im Ruhrgebiet zeigt. "Jetzt könnten wir das Modell durch Landmarken wie das Tetraeder in Bottrop ergänzen", will Müller den Besuchern das Ruhrgebiet nicht nur per Multimedia-Technik nahe bringen.

Wie genau die Ausstattung aussehen wird, das entscheidet sich erst in den kommenden Monaten. Fest stehen die baulichen Veränderungen. Neben dem Aufzug, der von der nördlichen Seite am Eingang erreichbar ist, und den Rampen werden in Halle 1 die Fenster zum Atrium wieder geöffnet und zu Türen ausgebaut. Im Atrium selbst wäre ein Café gut vorstellbar.