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Karstadt-Warenhäuser

Betriebsrat befürchtet massive Stellenstreichungen

Essen Die rund 17 000 Karstadt-Mitarbeiter müssen sich auf massive Einschnitte gefasst machen. Jeder fünfte Beschäftigte wäre durch den befürchteten Personalabbau betroffen.

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Dunkle Wolken ziehenüber die Firmenzentrale von Karstadt in Essen hinweg. Foto: Roland Weihrauch

Bei Karstadt ist jeder fünfte Arbeitsplatz bedroht.

Das Unternehmen habe bei dem angestrebten Personalabbau einen Anteil von 20 Prozent genannt, sagte Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt am Montag: "Das ist die Größenordnung, auf die wir uns einstellen müssen."

Bei den in den kommenden Tagen anstehenden Verhandlungen sei es jedoch das Ziel der Arbeitnehmervertreter, von dieser Größenordnung herunterzukommen.

Nach der Übernahme von Karstadt durch den Tiroler Immobilieninvestor René Benko stimmte der Aufsichtsrat die Führungskräfte nach Zeitungsinformationen auf ein „tiefgreifendes Sanierungsprogramm“ ein. Ohne dieses sei die Existenz der Warenhauskette nur noch bis März 2016 gesichert, berichteten Medien aus einem achtseitigen Konzept des Kontrollgremiums.83 Filialen In dem Konzept werden demnach die Kosten für die Sanierung Karstadts auf mindestens 209 Millionen Euro beziffert. Den 83 Filialen stünden Einschnitte bevor. Das Verkaufspersonal solle ebenso abgebaut werden wie die Zahl der Kassen. Durch mehr Teilzeit-Jobs sollten die Filialen samstags besser besetzt sein als zu Wochenbeginn. Daneben sollten allein in der Essener Zentrale 20 Prozent der Stellen abgebaut werden. Insgesamt hat Karstadt 17 000 Beschäftigte.  

Von dpa

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Dunkle Wolken ziehenüber die Firmenzentrale von Karstadt in Essen hinweg. Foto: Roland Weihrauch

Bei Karstadt ist jeder fünfte Arbeitsplatz bedroht.

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